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Gesundheit

Bun­des­tag beschließt Termin­ser­vice- und Versorgungsgesetz

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Ver­sor­gung wird bes­ser, schnel­ler und digi­tal­erBer­lin,  März 2019

Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len schnel­ler Arzt-Ter­mi­ne bekom­men. Das ist Ziel des Geset­zes „für schnel­le­re Ter­mi­ne und bes­se­re Ver­sor­gung“ (Termin­ser­vice- und Ver­sor­gungs­ge­setz, TSVG).

Das Gesetz soll vor­aus­sicht­lich im Mai 2019 in Kraft tre­ten und ist im Bun­des­rat nicht zustimmungspflichtig.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn: „Unser Gesund­heits­we­sen braucht ein Update. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len schnel­ler Arzt­ter­mi­ne bekom­men. Sie haben auch auf dem Land Anspruch auf eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Und sie ver­lan­gen zu Recht, dass wir ihnen mit digi­ta­len Lösun­gen den All­tag erleich­tern. In einem lebens­wich­ti­gen Bereich wie der Gesund­heits­ver­sor­gung muss der Staat funk­tio­nie­ren. Da bes­ser zu wer­den, ist das Ziel unse­res Gesetzes.“

Kern des Geset­zes ist der Aus­bau der Termin­ser­vice­stel­len. Sie sol­len zen­tra­le Anlauf­stel­len für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wer­den und 24 Stun­den an 7 Tagen pro Woche erreich­bar sein. Par­al­lel dazu wird das Min­dest­sprech­stun­den­an­ge­bot der Ver­trags­ärz­te erhöht. In unter­ver­sorg­ten Gebie­ten müs­sen die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen künf­tig eige­ne Pra­xen eröff­nen oder Ver­sor­gungs­al­ter­na­ti­ven anbieten.

Außer­dem wird der Leis­tungs­um­fang der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung um zusätz­li­che Ange­bo­te erwei­tert und die Kran­ken­kas­sen wer­den ver­pflich­tet, für ihre Ver­si­cher­ten spä­tes­tens ab 2021 elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­ten anzubieten.

Zu den Rege­lun­gen im Einzelnen:

Pati­en­ten sol­len schnel­ler Ter­mi­ne bekommen

Termin­ser­vice­stel­len wer­den bis zum 1.1.2020 zu Ser­vice­stel­len für ambu­lan­te Ver­sor­gung und Not­fäl­le weiterentwickelt:

  • Auch Ter­min­ver­mitt­lung zu Haus- und Kin­der­ärz­ten und Unter­stüt­zung bei der Suche nach dau­er­haft ver­sor­gen­den Haus‑, Kin­der- und Jugendärzten;
  • 4‑Wochenfrist gilt auch für die Ver­mitt­lung ter­min­ge­bun­de­ner Kin­der­vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen (U‑Untersuchungen);
  • Über bun­des­weit ein­heit­li­che Not­dienst­num­mer (116117) 24 Stun­den täg­lich an sie­ben Tagen pro Woche (24/7) erreichbar;
  • In Akut­fäl­len wer­den Pati­en­ten auch wäh­rend der Sprech­stun­den­zei­ten an Arzt­pra­xen oder Not­fall­am­bu­lan­zen oder auch an Kran­ken­häu­ser vermittelt;
  • War­te­zeit auf eine psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Akut­be­hand­lung darf maxi­mal nur 2 Wochen betragen;
  • Online-Ange­bot zu Termin­ser­vice­stel­len (damit Ter­mi­ne nicht nur tele­fo­nisch, son­dern auch online oder per App ver­ein­bart wer­den können);
  • Die Kas­sen­ärzt­li­che Bun­des­ver­ei­ni­gung regelt Nähe­res zur ein­heit­li­chen Umset­zung durch die Kas­sen­ärzt­li­chen Vereinigungen.

Ärz­te sol­len künf­tig mehr Sprech­stun­den anbieten

Das Min­dest­sprech­stun­den­an­ge­bot der nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te wird ver­bind­lich erweitert:

  • Min­des­tens 25 Stun­den pro Woche (Haus­be­suchs­zei­ten wer­den angerechnet);
  • Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen infor­mie­ren im Inter­net über die Sprech­stun­den­zei­ten der Vertragsärzte;
  • Fach­arzt­grup­pen der grund­ver­sor­gen­den und wohn­ort­na­hen Ver­sor­gung (z.B.kon­ser­va­tiv täti­ge Augen­ärz­te, Frau­en­ärz­te, HNO-Ärz­te) müs­sen min­des­tens 5 Stun­den pro Woche als offe­ne Sprech­stun­de anbie­ten (ohne vor­he­ri­ge Ter­min­ver­ein­ba­rung); Bun­des­man­tel­ver­trags­part­ner ver­ein­ba­ren zeit­nah Einzelheiten;
  • Die Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen über­prü­fen die Ein­hal­tung der Ver­sor­gungs­auf­trä­ge ein­schließ­lich der Min­dest­sprech­stun­den künf­tig bundeseinheitlich.

Ärz­te wer­den für Zusatz­an­ge­bo­te bes­ser vergütet

Extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung, Zuschlä­ge, Ent­bud­ge­tie­rung oder bes­se­re För­de­rung für:

  • Erfolg­rei­che Ver­mitt­lung eines drin­gen­den Fach­arzt­ter­mins durch einen Haus­arzt (Zuschlag von min­des­tens 10 Euro);
  • (Akut-)Leistungen für Pati­en­ten, die von der Termin­ser­vice­stel­le ver­mit­telt wer­den (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quar­tal sowie zusätz­lich nach War­te­zeit auf die Behand­lung gestaf­fel­te Zuschläge);
  • Leis­tun­gen für neue Pati­en­ten in der Pra­xis (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal);
  • Leis­tun­gen, die in den offe­nen Sprech­stun­den­zei­ten erbracht wer­den (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal);
  • Leis­tun­gen für über­nom­me­ne Pati­en­ten nach Ter­min­ver­mitt­lung durch einen Haus­arzt (extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung aller Leis­tun­gen im Behand­lungs­fall und im Quartal)

Ärzt­li­che Ver­sor­gung auf dem Land wird verbessert

  • Obli­ga­to­ri­sche regio­na­le Zuschlä­ge für Ärz­te auf dem Land;
  • Struk­tur­fonds der KVen wer­den ver­pflich­tend und auf bis zu 0,2 Pro­zent der Gesamt­ver­gü­tung ver­dop­pelt; Ver­wen­dungs­zwe­cke erwei­tert (z.B. auch für Inves­ti­ti­ons­kos­ten bei Pra­xis­über­nah­men, etc.);
  • KVen wer­den ver­pflich­tet, in unter­ver­sorg­ten Gebie­ten eige­ne Pra­xen (Eigen­ein­rich­tun­gen) oder mobi­le und tele­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs-Alter­na­ti­ven anzu­bie­ten, wenn es zu wenig Ärz­te gibt;
  • Län­der kön­nen bestim­men, ob bestehen­de Zulas­sungs­sper­ren für die Nie­der­las­sung in länd­li­chen oder struk­tur­schwa­chen Gebie­ten ggf. ent­fal­len können.

Mehr Leis­tun­gen und bes­se­re Versorgung

  • Aus­schrei­bun­gen für Hilfs­mit­tel (z.B. Win­deln und Geh­hil­fen) wer­den abge­schafft. Dadurch wird sicher­ge­stellt, dass es bei der Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln kei­ne Abstri­che bei der Qua­li­tät gibt.
  • Bei den Heil­mit­teler­brin­gern wer­den die Prei­se für die Leis­tun­gen der The­ra­peu­ten bun­des­weit auf dem höchs­ten Niveau ange­gli­chen. Die Hono­rar­ent­wick­lung wird von der Grund­lohn­sum­me abge­kop­pelt und ermög­licht stär­ke­re Hono­rar­stei­ge­run­gen als bis­her. Außer­dem soll es bun­des­weit ein­heit­li­che Ver­trä­ge geben, die Zugangs­be­din­gun­gen der The­ra­peu­ten zur Ver­sor­gung wer­den ver­bes­sert und die The­ra­peu­ten kön­nen unab­hän­gi­ger über die Behand­lung der Pati­en­ten ent­schei­den (sog. „Blan­ko­ver­ord­nung“).
  • Für jun­ge Erwach­se­ne, die an Krebs erkrankt sind, wer­den die Kos­ten von Kryo­kon­ser­vie­rung von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­nom­men. Durch die Kon­ser­vie­rung von Keim­zell­ge­we­be, Ei- und Samen­zel­len kann die­se Pati­en­ten­grup­pe auch nach einer Krebs­be­hand­lung noch Kin­der bekommen.
  • Arz­nei­mit­tel zur Vor­beu­gung einer Infek­ti­on mit dem HI-Virus („Prä­ex­po­si­ti­ons­pro­phy­la­xe, PrEP“) wer­den für Men­schen mit erhöh­tem Anste­ckungs­ri­si­ko von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen übernommen.
  • Die Ver­sor­gung mit Impf­stof­fen wird ver­bes­sert. Die Mög­lich­keit für Exklu­siv­ver­trä­ge mit ein­zel­nen Her­stel­lern über sai­so­na­le Grip­pe­impf­stof­fe ent­fällt und die Apo­the­ken­ver­gü­tung für die­se Impf­stof­fe wird neu geregelt.
  • Rei­ne Betreu­ungs­diens­te (wie Haus­halts­hil­fe, Gesprä­che füh­ren, gedächt­nis­för­dern­de Beschäf­ti­gung, Spa­zier­gän­ge, etc.) wer­den für die Leis­tungs­er­brin­gung von Sach­leis­tun­gen in der ambu­lan­ten Pfle­ge zuge­las­sen. Damit ver­bes­sert sich die Pfle­ge zu Hau­se, weil mehr Berufs­grup­pen zur Ver­sor­gung zur Ver­fü­gung stehen.
  • Die Ver­sor­gung mit Heb­am­men wird ver­bes­sert. Dem GKV-Spit­zen­ver­band wird die Auf­ga­be über­tra­gen, Ver­si­cher­ten im Inter­net (und per App) ein Such­ver­zeich­nis zu Kon­takt­da­ten und dem Leis­tungs­spek­trum von Heb­am­men anzu­bie­ten. Ehe­ma­li­gen Heb­am­men und Ent­bin­dungs­pfle­gern wird der Wie­der­ein­stieg in ihren Beruf erleich­tert. Kran­ken­häu­ser erhal­ten Unter­stüt­zung, um ihren Heb­am­men eine geeig­ne­te Kin­der-Betreu­ung anzubieten.
  • Die Fest­zu­schüs­se für Zahn­ersatz wer­den ab dem 01.10.2020 von 50 auf 60 Pro­zent der Kos­ten für die Regel­ver­sor­gung erhöht. Dadurch wer­den die Ver­si­cher­ten, die auf eine Ver­sor­gung mit Zahn­ersatz ange­wie­sen sind, finan­zi­ell entlastet.

Mehr Digi­ta­li­sie­rung in der Versorgung

  • Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wol­len ein­fach, sicher und schnell auf ihre Behand­lungs­da­ten zugrei­fen kön­nen. Dafür muss die elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­teAll­tag wer­den. Sie ver­bes­sert auch die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Des­halb ver­pflich­ten wir die Kran­ken­kas­sen, bis spä­tes­tens 2021 ihren Ver­si­cher­ten sol­che Akten anzu­bie­ten. Wer möch­te, soll auch ohne den Ein­satz der elek­tro­ni­schen Gesund­heits­kar­te mit Smart­pho­ne oder Tablet auf medi­zi­ni­sche Daten zugrei­fen können.
  • Im Krank­heits­fall ist den meis­ten Ver­si­cher­ten der „Gel­be Schein“ seit vie­len Jah­ren ein Begriff. Die­se Arbeits­un­fä­hig­keits-Beschei­ni­gun­gen sol­len ab 2021 von den behan­deln­den Ärz­ten an die Kran­ken­as­sen nur noch digi­tal über­mit­telt werden.
  • Apps kön­nen vor allem chro­nisch Kran­ken hel­fen, ihren Pati­en­ten­all­tag zu orga­ni­sie­ren. Des­halb erlau­ben wir den Kran­ken­kas­sen, in den struk­tu­rier­ten Behand­lungs­pro­gram­men für chro­nisch Kran­ke (DMP) digi­ta­le Anwen­dun­gen zu nutzen.

Ent­schei­dun­gen der Selbst­ver­wal­tung wer­den beschleunigt

  • Ent­schei­dungs­pro­zes­se in der Gesell­schaft für Tele­ma­tik (Gema­tik) wer­den effek­ti­ver gestal­tet, damit die Ein­füh­rung wei­te­rer Anwen­dun­gen der elek­tro­ni­schen Gesund­heits­kar­te und der Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur zügig umge­setzt wird. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit über­nimmt 51 Pro­zent der Geschäfts­an­tei­le der Gematik.
  • Die Bedarfs­pla­nungs-Richt­li­nie soll durch den Gemein­sa­men Bun­des­aus­schuss (G‑BA) zügig ange­passt wer­den. Hier­zu wird die Frist für die Über­prü­fung durch den G‑BA auf den 1. Juli 2019 fest­ge­setzt. Dar­über hin­aus wer­den die Kom­pe­ten­zen des G‑BA wei­ter­ent­wi­ckelt, damit die vor­han­de­nen Ver­sor­gungs­be­dar­fe noch bes­ser abge­bil­det wer­den können.
  • Ver­ein­fach­te Ver­fah­ren beim G‑BA zur Erpro­bung neu­er Unter­su­chungs- und Behand­lungs­me­tho­den: Her­stel­lern von Medi­zin­pro­duk­ten wird die Mög­lich­keit eröff­net, die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung und Aus­wer­tung einer Erpro­bung selbst in Auf­trag zu geben. Ent­schei­den Sie sich dage­gen oder las­sen sie die vom G‑BA gesetz­te Frist ver­strei­chen, ver­gibt der G‑BA den Auf­trag wie bis­her nach einem Ausschreibungsverfahren.

Mehr Trans­pa­renz in der Ver­sor­gung und in der Selbstverwaltung

  • Ver­si­cher­te sol­len wis­sen, wofür ihre Bei­trä­ge aus­ge­ge­ben wer­den. Wir ver­bes­sern des­halb die Trans­pa­renz bei der Ver­öf­fent­li­chung der Vor­stands­ge­häl­ter bei Kran­ken­kas­sen, dem medi­zi­ni­schen Dienst der Kran­ken­kas­sen (MDK) und den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen sowie ihren Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen, schaf­fen kon­kre­te­re gesetz­li­che Vor­ga­ben für die Beur­tei­lung der Ange­mes­sen­heit der Ver­gü­tung durch die Auf­sichts­be­hör­den und begren­zen künf­ti­ge Ver­gü­tungs­stei­ge­run­gen bei den Spit­zen­or­ga­ni­sa­tio­nen auf Bundesebene.
  • Beschränkt wird auch der Ein­fluss von rei­nen Kapi­tal­in­ves­to­ren auf medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren (MVZ). So dür­fen Erbrin­ger nicht­ärzt­li­cher Dia­ly­se­leis­tun­gen künf­tig nur fach­be­zo­ge­ne MVZ grün­den. Auch die Grün­dungs­be­fug­nis für zahn­me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren durch Kran­ken­häu­ser wird eingeschränkt.

Quel­le: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO.de

Gesundheit

Vak­zi­ne für Zweit­imp­fung sind gesichert

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Mehr als 100 inter­es­sier­te Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer tra­fen sich am Mon­tag, dem 1. Febru­ar 2021 auf Ein­la­dung des CDU Stadt­ver­ban­des Idstein und der CDU im Rhein­gau-Tau­nus-Kreis zur Online-Ver­an­stal­tung “CDU aus ers­ter Hand – Jens Spahn im Gespräch”. Gast­ge­ber Mathi­as Nipp­gen-van Dijk, Chef und Spit­zen­kan­di­dat der Idstei­ner Christ­de­mo­kra­ten, eröff­ne­te die Ver­an­stal­tung und begrüß­te die zahl­rei­chen Teil­neh­mer. Mit­gast­ge­ber und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Klaus-Peter Willsch begrüß­te eben­falls alle Teil­neh­mer und muss­te sein Bedau­ern dar­über aus­drü­cken, dass Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn ent­ge­gen der Ankün­di­gung lei­der nicht teil­neh­men konn­te. Zeit­gleich zur Ver­an­stal­tung der CDU Idstein fand im Bun­des­kanz­ler­amt der Impf­gip­fel mit den Minis­ter­prä­si­den­ten statt, bei denen der Minis­ter unab­kömm­lich war. Klaus-Peter Willsch beton­te aber, dass der Ter­min mit Jens Spahn zeit­nah nach­ge­holt und die CDU natür­lich recht­zei­tig öffent­lich dar­über infor­mie­ren wer­de. Wei­te­re Gäs­te der Online-Ver­an­stal­tung waren fer­ner der Hes­si­sche Innen­mi­nis­ter Peter Beuth, der Kreis­vor­sit­zen­de der Senio­ren-Uni­on Rudolf Kre­ckel sowie die Phar­ma­zeu­tin Dr. Ale­xia Scha­dow, Kan­di­da­tin der CDU für den Kreis­tag und die Idstei­ner Stadtverordnetenversammlung.

Auf die ein­lei­ten­de Fra­ge von MdB Klaus-Peter Willsch nach der aktu­el­len Impf­stra­te­gie, die ja auch leb­haft dis­ku­tiert wer­de, ging Peter Beuth aus­führ­lich in sei­nem State­ment ein. Er erin­ner­te dar­an, dass es die Coro­na-Pan­de­mie jetzt seit einem Jahr in Deutsch­land gebe und viel Leid sowie vie­le Ein­schrän­kun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gebracht habe. Die Zahl der Neu­in­fek­tio­nen gehe aktu­ell merk­lich zurück. In Hes­sen betra­ge die 7‑Tage Inzi­denz 91,9, also nur gering­fü­gig mehr als im Bun­des­durch­schnitt. Vor weni­gen Wochen habe die­ser Wert noch bei ca. 170 gelegen.

Er erin­nert dar­an, dass die Ent­wick­lung eines Impf­stof­fes in weni­ger als einem Jahr eine her­aus­ra­gen­de wis­sen­schaft­li­che und medi­zi­ni­sche Leis­tung sei, über die man sich sehr wohl freu­en kön­ne. Dass die Pro­duk­ti­on des Impf­stof­fes zum Kampf gegen eine welt­wei­te Pan­de­mie Zeit benö­ti­ge, sei selbst­ver­ständ­lich und schließ­lich auch Ergeb­nis des Impf­gip­fels am glei­chen Abend im Kanzleramt.

Peter Beuth berich­te­te, dass nach den Alten- und Pfle­ge­hei­men sowie den COVID-19 belas­te­ten Kran­ken­häu­sern das Imp­fen der ers­ten Risi­ko­grup­pe auch in sechs regio­na­len Impf­zen­tren für die Alters­grup­pe über 80jährige gestar­tet sei. Ziel der Lan­des­re­gie­rung sei es so vie­le Men­schen zu imp­fen, wie nur mög­lich. Dazu wur­den in Hes­sen 28 Impf­zen­tren auf­ge­baut. In die­sen könn­ten täg­lich hes­sen­weit rund 30.000 Men­schen geimpft wer­den. Aktu­ell sei aber nur Impf­stoff für 50.000 Imp­fun­gen pro Woche zu erhal­ten. Bis zum heu­ti­gen Datum sind in Hes­sen, so der Minis­ter, fast 180.000 Men­schen geimpft wor­den, davon bereits rund 36.000 mit der wich­ti­gen Zweitimpfung.

Hes­sen hal­te für die wich­ti­ge Zweit-Imp­fung die Impf­do­sen jeweils zurück, damit auch die zwei­te Sprit­ze drei bis sechs Wochen nach der Erst­imp­fung gesetzt wer­den kann. Es sei nun vor­ge­se­hen bis Ende April 2021 alle Per­so­nen der ers­ten Grup­pe, und damit ins­be­son­de­re die älte­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­ger über 80 Lebens­jah­re, durch­ge­impft zu haben, so Minis­ter Peter Beuth. Um dies zu errei­chen, wer­de Hes­sen am 9. Febru­ar alle Impf­zen­tren öff­nen. Ter­mi­ne für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der ers­ten Prio­ri­sie­rungs­grup­pe sei­en bereits ab Mitt­woch, den 3. Febru­ar, wie­der ver­ein­bar. Da der Bund einen ste­ti­gen Zufluss an Impf­stoff zuge­sagt habe, sei­en jetzt alle berech­tig­ten Per­so­nen der ers­ten Prio­ri­sie­rungs­grup­pe auf­ge­for­dert, ihren Ter­min zu ver­ein­ba­ren. Da Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ver­ein­zelt die Mög­lich­keit erbe­ten hät­ten, auch als Paar einen Ter­min zu ver­ein­ba­ren, wur­de in den letz­ten Wochen dar­an gear­bei­tet, auch dies tech­nisch umzu­set­zen und anbie­ten zu kön­nen. Ab der zwei­ten Febru­ar­wo­che wer­de dies dann mög­lich sein.

Der Kreis­vor­sit­zen­de der Senio­ren-Uni­on warf dar­auf hin eini­ge Fra­gen aus den Rei­hen der Senio­ren in die Run­de, die unter ande­rem von Frau Dr. Ale­xia Scha­dow kom­pe­tent beant­wor­tet wer­den konn­ten. Die Fra­ge, ob es sich bei den Vak­zi­nen um Lebend-Impf­stof­fe han­delt konn­te dabei klar ver­neint wer­den. Sowohl die RNA- als auch die Vec­tor-Impf­stof­fe sind kei­ne Lebend-Impfstoffe.

Auf die Fra­ge, war­um zur Zeit Geschäf­te wie bei­spiels­wei­se Dis­coun­ter Waren feil böten, die kei­ne Lebens­mit­tel sind, ant­wor­te­te MdB Klaus-Peter Willsch. Er sehe dies auch kri­tisch, wol­le aber für kei­ne Ver­schär­fung bestehen­der Regeln ein­tre­ten. Die aktu­el­le Rege­lung besa­ge, dass der über­wie­gen­de Teil des Sor­ti­ments Lebens­mit­tel sein müs­sen. Zum Abschluss wur­de von Frau Dr. Scha­dow die Fra­ge auf­ge­wor­fen, ob man bei der Prio­ri­sie­rung der Rei­hen­fol­ge nicht über Ände­run­gen nach­den­ken müs­se. So wäre es über­le­gens­wert Erzie­her, Leh­rer, The­ra­peu­ten, Logo­pä­den und Theo­lo­gen zu prio­ri­sie­ren. Dies wur­de von Peter Beuth ver­neint, hier habe man den Emp­feh­lun­gen der Bun­des­po­li­tik zu fol­gen. Mit einem Anstieg der ver­füg­ba­ren Men­ge an Impf­stoff wer­de sich das Pro­blem ohne­hin entschärfen.

Mit einem Appell von Frau Dr. Scha­dow sich wie bis­her auch bür­ger­schaft­lich und nach­bar­schaft­lich zu enga­gie­ren und sei­nen Nach­barn und Freun­den in die­ser schwie­ri­gen Zeit bei­zu­ste­hen ende­te eine leb­haf­te und enga­gier­te Dis­kus­si­on. Zum Abschluss bedank­te sich der Hes­si­sche Innen­mi­nis­ter Peter Beuth aus­drück­lich bei den Kom­mu­nen für die gute und inten­si­ve Unter­stüt­zung aller Maß­nah­men. Mit­gast­ge­ber Mathi­as Nipp­gen-van Dijk bedank­te sich bei den Teil­neh­mern des Podi­ums und allen Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern für die leb­haf­te und offe­ne Dis­kus­si­on und been­de­te nach Beant­wor­tung aller Fra­gen erst spä­ter als geplant die Veranstaltung.

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Gesundheit

Wies­ba­de­ner brin­gen Mas­ken­spray auf den Markt

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Gesichts­mas­ken blei­ben wohl auch im Jahr 2021 der All­tags­be­glei­ter. Da Einweg‑, FFP2‑, oder Stoff­mas­ken laut Robert-Koch-Insti­tut nach der täg­li­chen Ver­wen­dung vol­ler Viren und Bak­te­ri­en sind, hat die Wies­ba­de­ner Rilon GmbH ein alko­hol­frei­es und geruchs­neu­tra­li­sie­ren­des Viren- und Bak­te­ri­en­schutz­spray für die län­ge­re Ver­wen­dung der Gesichts­mas­ken auf den Markt gebracht. Das Start-Up für Hygie­ne­ar­ti­kel ver­eint Ent­wick­lung, Pro­duk­ti­on und Vertrieb.

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MIT Rhein­gau-Tau­nus for­dert kla­re Öffnungsperspektive

Cae­sar: „Wir brau­chen einen neu­en Strategieansatz“ Die Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­uni­on (MIT) Rhein­gau-Tau­nus for­dert die Minis­ter­prä­si­den­ten-Run­de auf, bei ihrem nächs­ten Tref­fen...

Politik

MIT FORDERT KLARE ÖFFNUNGSPERSPEKTIVE

MIT FORDERT KLARE ÖFFNUNGSPERSPEKTIVE: „LOCKDOWN HAT MASSIVE SPÄTFOLGEN“ Die Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­uni­on (MIT) for­dert die Bun­des­re­gie­rung und die Regie­rungs­chefs der...

Lokal

CDU-Frak­ti­on sieht eine Chan­ce im Landarzt-Stipendium

Der Kreis­tag ist dem CDU-Antrag gefolgt und wird zukünf­tig Land­arzt-Sti­pen­di­en aus­ge­ben. „Wir müs­sen jetzt han­deln um den Erhalt und die...

Lokal

Hei­den­ro­der Wäh­ler wer­den in die Irre geführt

Der­zeit befin­den sich alle Par­tei­en und Wäh­ler­lis­ten im Wahl­kampf für die am 14. März statt­fin­den­de Kom­mu­nal­wahl. Die Hei­den­ro­der SPD hat...

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Mit Ytong Bau­satz­haus bis zu 96.250 Euro sparen

  Ein Haus bau­en für den Klimaschutz   Ytong Bau­satz­haus för­dert das ener­gie­ef­fi­zi­en­te Bau­en und leis­tet damit gleich­zei­tig einen ganz beson­de­ren...

Lokal

Neue KITA in Beuerbach

Roh­bau­ar­bei­ten sol­len Mit­te Mai 2021 beginnen Die neue Kin­der­ta­ges­stät­te hat 2 Kin­der­gar­ten­grup­pen (3–6 Jah­re) mit jeweils 25 Kin­dern, eine rei­ne...

Lokal

CDU Idstein wirft Land­rat Ver­sa­gen auf gan­zer Linie vor

Die CDU Idstein for­dert den Rhein­gau Tau­nus Kreis, und hier nament­lich den Land­rat Kili­an und den Schul­de­zer­nen­ten  Scholl auf, ihre...

Politik

Mar­kus Pasch­ke SPD: Tier­ver­su­che eindämmen

Mar­kus Pasch­ke stellt das Posi­ti­ons­pa­pier zur Ent­wick­lung und För­de­rung tier­ver­suchs­frei­er Alter­na­tiv­me­tho­den der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on vor Leer/Berlin - „Als zustän­di­ger Bericht­erstat­ter der Arbeits­grup­pe Bil­dung...

Lokal

Moti­va­ti­on fürs Leben auf dem Land

Demo­gra­fie-Preis wür­digt Ein­satz für Heimatort Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Petra Mül­ler-Klep­per und Peter Beuth rufen die Kom­mu­nen, Ver­ei­ne, Ver­bän­de, Kir­chen, Stif­tun­gen, Unter­neh­men...