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Rhein­gau und Tau­nus sol­len erneut LEA­DER-Regi­on werden

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Wett­be­werb für neue För­der­pe­ri­ode 2023–2027 ausgeschrieben

Die Lan­des­re­gie­rung hat den Start­schuss für das Bewer­bungs- und Aus­wahl­ver­fah­ren LEADER 2023–2027 gege­ben, das für die wei­te­re För­de­rung der Regio­nal­ent­wick­lung im Rhein­gau-Tau­nus von ent­schei­den­der Bedeu­tung ist. Hier­auf wei­sen die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Petra Mül­ler-Klep­per und Peter Beuth hin.

„Der Auf­ruf ist soeben erfolgt, der Wett­be­werb aus­ge­schrie­ben. Ab sofort kön­nen sich die länd­li­chen Regio­nen um die Aner­ken­nung als LEA­DER-Regi­on bewer­ben. Wir unter­stüt­zen mit Nach­druck, dass sowohl der Rhein­gau als auch der Tau­nus erneut ins Ren­nen gehen wol­len, damit die Erfolgs­ge­schich­te der Regio­nal­ent­wick­lung dies­seits und jen­seits des Gebücks fort­ge­setzt wer­den kann. Das stärkt den länd­li­chen Raum und ganz kon­kret unse­re Hei­mat“, erklär­ten die CDU-Politiker.

Ziel sei, dass bei­de erneut LEA­DER-Regio­nen wer­den und wei­ter­hin das gesam­te Kreis­ge­biet von dem För­der­pro­gramm pro­fi­tie­ren kön­ne, das im Wesent­li­chen von der EU finan­ziert und durch Lan­des­mit­tel ergänzt wer­de. Hier­für sei­en sowohl vom Ver­ein Regio­nal­ent­wick­lung Rhein­gau als auch vom Ver­ein Regio­nal­ent­wick­lung Tau­nus, die erfolg­reich als Trä­ger den LEA­DER-Pro­zess in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gestal­tet hät­ten, vor­aus­schau­end bereits die Wei­chen gestellt wor­den. „Bei­de ste­hen in den Start­lö­chern. Sie haben bereits den Beschluss gefasst, sich für die neue För­der­pe­ri­ode zu bewer­ben. Er kann jetzt umge­setzt wer­den“, so die Abgeordneten.

Gut gear­bei­tet – bes­tens vorbereitet

Rhein­gau und Tau­nus sei­en bes­tens gerüs­tet, da mit den bei­den Ver­ei­nen bereits die Loka­len Akti­ons­grup­pen und somit die erfor­der­li­chen Struk­tu­ren vor­han­den sei­en. „Sie sind funk­ti­ons- und leis­tungs­fä­hig und ver­fü­gen über eine umfas­sen­de LEA­DER-Erfah­rung.“ In der nun zu Ende gehen­den För­der­pe­ri­ode sei von ihnen eine Viel­zahl an Pro­jek­ten auf den Weg gebracht und abge­wi­ckelt wor­den. Im Rhein­gau habe man bis­her 40 Pro­jek­te ver­wirk­licht, für die 1,28 Mil­lio­nen Euro an Zuschüs­sen geflos­sen sei­en. Im Tau­nus sei­en 29 Pro­jek­te mit einem Zuschuss­vo­lu­men von knapp 1,5 Mil­lio­nen Euro umge­setzt wor­den. Zudem sei in den bei­den letz­ten Jah­ren das vom Land bereit­ge­stell­te Regio­nal­bud­get umfas­send genutzt wor­den, um zahl­rei­che Pro­jek­te im Ehren­amt zu unterstützen.

„Dies ist eine groß­ar­ti­ge Bilanz. Mit den Gel­dern der EU und des Lan­des ist ein Schub in der Regio­nal­ent­wick­lung aus­ge­löst wor­den.“, beton­ten Mül­ler-Klep­per und Beuth. Sie dank­ten den Mit­glie­dern der Ver­ei­ne Regio­nal­ent­wick­lung Rhein­gau und Tau­nus für ihr gro­ßes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment. Das haupt­amt­li­che Regio­nal­ma­nage­ment habe hoch moti­viert und kom­pe­tent gear­bei­tet. „Die Regi­on war und ist beim Mana­gen des För­der­pro­zes­ses gut auf­ge­stellt. Sie hat das Rüst­zeug, um auch die nächs­te För­der­pe­ri­ode erfolg­reich zu gestalten.“

Loka­le Ent­wick­lungs­stra­te­gie erarbeiten

Der nächs­te Schritt, der mit der Bewer­bung ver­bun­den sei, sei nun die Erar­bei­tung einer Loka­len Ent­wick­lungs­stra­te­gie für jede der bei­den Teil­re­gio­nen, die dann für die kom­plet­te För­der­pe­ri­ode bis Ende 2027 gel­te. „Es muss das kon­zep­tio­nel­le Fun­da­ment geschaf­fen und das Dreh­buch für die nächs­ten Schrit­te der Regio­nal­ent­wick­lung geschrie­ben wer­den“, erläu­ter­ten Mül­ler-Klep­per und Beuth. Die Stra­te­gie sei bis 31. Mai 2022 beim Hes­si­schen Minis­te­ri­um für Umwelt, Kli­ma­schutz, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz ein­zu­rei­chen. Mit einer Ent­schei­dung über die Aner­ken­nung der För­der­re­gio­nen wer­de bis Jah­res­en­de 2022 gerech­net. „Die­se Aner­ken­nung ist der Schlüs­sel zum För­der­topf. Dann kön­nen Anträ­ge zur Unter­stüt­zung von Maß­nah­men zur Errei­chung der regio­na­len Zie­le gestellt werden.“

Für die unter­schied­lichs­ten Pro­jek­te sei eine För­de­rung mög­lich – von der Schaf­fung tou­ris­ti­scher Infra­struk­tur über die Stär­kung regio­na­ler Kleinst­un­ter­neh­men oder des Gast­ge­wer­bes bis zur Schaf­fung neu­er Ange­bo­te in der Grund­ver­sor­gung. So könn­ten zum Bei­spiel Dorflä­den, klei­ne Hand­werks­un­ter­neh­men oder die Aus­wei­sung von Wan­der- und Rad­we­gen über das Pro­gramm geför­dert werden.

„Ziel die­ser Anstren­gun­gen ist es, unse­re Regi­on als attrak­ti­ven Lebens­raum wei­ter zu ent­wi­ckeln und die Lebens­qua­li­tät für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner zu erhal­ten, indem kul­tu­rel­le, sozia­le und wirt­schaft­li­che Poten­tia­le eigen­ver­ant­wort­lich und nach­hal­tig mobi­li­siert wer­den. Die­se Zukunfts­chan­ce wur­de bis­her inten­siv genutzt, sie soll auch künf­tig offen­ste­hen“, so Mül­ler-Klep­per und Beuth.

Schwer­punkt Nach­hal­tig­keit und Klimaschutz

Für die neue För­der­pe­ri­ode ist nach den Wor­ten der Abge­ord­ne­ten eine neue inhalt­li­che Akzen­tu­ie­rung vor­ge­se­hen. Als zusätz­li­cher För­der­schwer­punkt wer­de ab 2023 der Bereich „Bio­öko­no­mie“ in die nächs­te För­der­richt­li­nie auf­ge­nom­men, der sich vor allem mit Fra­gen des nach­hal­ti­gen Kon­sums und der Ent­wick­lung von regio­na­len Wert­schöp­fungs­ket­ten befas­se. Neu sei auch, dass die Ori­en­tie­rung an Nach­hal­tig­keits- und Kli­ma­schutz­zie­len durch die För­de­rung geziel­ter hono­riert wer­de. Auch die Digi­ta­li­sie­rung von Dienst­leis­tun­gen und Pro­zes­sen in den jewei­li­gen Pro­jek­ten wer­de eine grö­ße­re Bedeu­tung haben, die sich in neu­en För­der­an­ge­bo­ten wiederspiegele.

Seit dem Beginn der letz­ten För­der­pe­ri­ode in 2014 wur­den den 24 aner­kann­ten LEA­DER-Regio­nen in Hes­sen knapp 80 Mil­lio­nen Euro För­der­mit­tel bewil­ligt. Für die neue För­der­pe­ri­ode ab 2023 sol­len ins­ge­samt 105 Mil­lio­nen Euro bereitstehen.

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Blaulicht

Trick­dieb beraubt 86-jäh­ri­gen mit Wechselfallenschwindel

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Am Mitt­woch­vor­mit­tag mach­te sich ein dreis­ter Dieb in Nie­dern­hau­sen die Gut­mü­tig­keit eines 86-jäh­ri­gen aus dem Main-Tau­nus-Kreis zu Nut­ze und bestahl den Mann. Gegen 11:15 Uhr sprach ein etwa 50 Jah­re alter Mann mit grau­en Haa­ren den Seni­or vor einem Ein­kaufs­markt in der Plat­ter Stra­ße an und bat ihn dabei um das Wech­seln von Münz­geld. Der ent­ge­gen­kom­men­de Mann tat dem Unbe­kann­ten den Gefal­len und stell­te kur­ze Zeit spä­ter fest, dass rund 600 Euro aus sei­ner Geld­bör­se fehl­ten. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich unter der Tele­fon­num­mer (06126) 9394–0 mit der Poli­zei­sta­ti­on Idstein in Ver­bin­dung zu setzen.

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Lokal

Rei­se­bus­se ermög­li­chen zusätz­li­che Fahr­ten von und zur Limesschule

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Die Rhein­gau-Tau­nus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft mbH (RTV) setzt ab sofort zusätz­li­che Rei­se­bus­se mit neu­en Fahr­ten von Ober- und Nie­der­lib­bach über Ehren­bach nach Idstein ein.

Die zusätz­li­chen Fahr­ten konn­ten vor dem Hin­ter­grund des zum Schul­start geän­der­ten Schü­ler­auf­kom­mens zur Idstei­ner Limes­schu­le mög­lich gemacht wer­den. „Die neu ein­ge­setz­ten Rei­se­bus­se sol­len den Schü­ler­ver­kehr ent­zer­ren, denn alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der koope­ra­ti­ven Gesamt­schu­le begin­nen zur ers­ten Stun­de mit dem Unter­reicht. Nach­mit­tags ist die Situa­ti­on etwas ent­spann­ter, da nicht alle gleich­zei­tig Schu­len­de haben. Eine Aus­nah­me bil­de­te da sicher­lich die ers­te Schul­wo­che, in der noch kei­ne AG’s ange­bo­ten wur­den,“ so Kreis­ver­kehrs­de­zer­nent Gün­ter F. Döring.
Der Rei­se­bus star­tet unter der Woche um 13 Uhr an der Hal­te­stel­le „Tau­ben­berg“, die direkt auf dem Schul­ge­län­de der Limes­schu­le liegt und fährt dann Rich­tung Hoch­schu­le (Abfahrt dort 13:07 Uhr) wei­ter über Ehren­bach bis nach Ober- und Nie­der­lib­bach. Die zusätz­li­che Fahrt des Rei­se­bus­ses star­tet fünf Minu­ten nach Unter­richts­en­de und liegt zir­ka sie­ben Minu­ten vor der Fahrt der regu­lä­ren Linie 270, wes­halb sich die Schü­ler­strö­me gut ver­tei­len soll­ten.
„Wir gehen davon aus, dass sich damit der Schü­ler­ver­kehr deut­lich ent­spannt, möch­ten aber dar­auf hin­wei­sen, dass auch die zusätz­li­chen Rei­se­bus­se kei­ne Garan­tie für einen Sitz­platz geben. Wir bit­ten die Schüler*innen dar­über hin­aus, dar­auf zu ach­ten, dass es zu einer guten Ver­tei­lung kommt: Wenn nun alle Fahr­gäs­te nur in den Rei­se­bus möch­ten und der fol­gen­de Lini­en­bus nahe­zu leer bleibt, ist das nicht ziel­füh­rend,“ so Tho­mas Brun­ke, Geschäfts­füh­rer der RTV: „Die Ver­än­de­rung des Schü­ler­stroms kann immer mal zu Eng­päs­sen füh­ren, aber wir gehen sämt­li­chen Anfra­gen, die uns errei­chen, nach. Wenn wir die Mög­lich­keit zu einer Ver­bes­se­rung sehen, set­zen wir alle Hebel in Bewe­gung, um dies auch umzu­set­zen, wie jetzt im Zusam­men­hang mit der Limes­schu­le.“
Am Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Bede­ckung ände­re der zusätz­li­che Rei­se­bus jedoch nichts: Die seit 16. Sep­tem­ber gül­ti­gen neu­en hes­si­schen Coro­na-Regeln machen nach wie vor das Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Bede­ckung in Bus und Bahn und dort, wo der Min­dest­ab­stand nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann, erfor­der­lich.
Der Rei­se­bus war zuvor für die Stre­cke Idstein — Kes­sel­bach im Ein­satz, wird jedoch dort nicht feh­len: Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Ziel Kes­sel­bach, Görs­roth, Ober- und Nie­der­auroff kom­men mit einem der Bus­se der Linie 224 an ihr Ziel.
Die Abfahrt­zei­ten des zusätz­li­chen Rei­se­bus­ses zur und von der Limes­schu­le sind mor­gens und mit­tags wie folgt:

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