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Stu­den­ten ent­wi­ckeln Ideen für Innen­raum­be­grü­nung im Licht­hof der Rheingauschule

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Pflan­zen und Gär­ten machen glück­lich: Das haben diver­se wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en belegt; zuletzt eine Stu­die zur Rol­le von Gär­ten und Grün­an­la­gen wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie, die am Insti­tut für Frisch­pro­dukt­lo­gis­tik der Hoch­schu­le Gei­sen­heim ange­sie­delt war. Damit auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler künf­tig im Schul­all­tag noch mehr von der nach­ge­wie­se­nen Wohl­fahrts­wir­kung von Pflan­zen pro­fi­tie­ren kön­nen, plant die Schü­ler­ver­tre­tung der Rhein­gau­schu­le Gei­sen­heim in Koope­ra­ti­on mit der dor­ti­gen Gar­ten AG und dem MINT Fach­be­reich eine Innen­raum­be­grü­nung für den Licht­hof ihres West­ge­bäu­des. Fach­kun­di­ge Unter­stüt­zung bekommt sie dabei von For­schern und Stu­den­ten der Hoch­schu­le Geisenheim.

Anfang Mai besich­tig­ten Gei­sen­hei­mer Stu­den­ten der Mas­ter-Stu­di­en­gän­ge Spe­zi­el­le Pflan­zen- und Gar­ten­bau­wis­sen­schaf­ten (M.Sc.) und Land­schafts­ar­chi­tek­tur (M.Sc.) den Innen­hof vor Ort. Inner­halb ihres Moduls „Pflan­ze und Archi­tek­tur“, das von Maren Stoll­berg, M.Sc., Dok­to­ran­din am Insti­tut für urba­nen Gar­ten­bau und Pflan­zen­ver­wen­dung, betreut wird, wer­den sie im Som­mer­se­mes­ter 2021 Ideen für ver­ti­ka­le und hori­zon­ta­le Begrü­nung auf dem Schul­ge­län­de ent­wi­ckeln. Dabei geht es um pas­sen­de Trä­ger­sys­te­me, Sub­stra­te sowie Pflan­zen, die mit einem ange­mes­se­nen Pfle­ge­auf­wand den Licht­hof nach­hal­tig begrü­nen. Eini­ge Vor­schlä­ge möch­te das Gym­na­si­um – mit Unter­stüt­zung durch die Hoch­schu­le – im Anschluss haupt­säch­lich in Eigen­re­gie umsetzen.

Bei­de Ein­rich­tun­gen arbei­ten seit Jah­ren eng zusam­men und hat­ten vor gut drei Jah­ren auch einen Koope­ra­ti­ons­ver­trag geschlos­sen. „Wir sehen es als unse­ren Auf­trag, die nächs­te Genera­ti­on für die Wis­sen­schaft ins­ge­samt zu begeis­tern, und bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ein über den Lehr­plan hin­aus­ge­hen­des Ver­ständ­nis dafür zu ver­an­kern, wo sie ihr theo­re­ti­sches Wis­sen spä­ter über­all prak­tisch ein­set­zen kön­nen“, sag­te Hoch­schul­prä­si­dent Prof. Dr. Hans Rei­ner Schultz damals. Und wie könn­te das anschau­li­cher funk­tio­nie­ren als mit einer indi­vi­du­el­len Innen­raum­be­grü­nung mit­ten auf dem Schulgelände?

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Dua­le Erzie­her­aus­bil­dung wird im Kreis­ge­biet ausgebaut

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För­der­zu­schlag für neue Azu­bis im Rhein­gau, Hün­stet­ten und Idstein

Im Rhein­gau-Tau­nus wird mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung des Lan­des die dua­le Aus­bil­dung von Erzie­he­rin­nen und Erzie­her aus­ge­baut. Dies teilt die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Petra Mül­ler-Klep­per mit. Das Sozi­al­mi­nis­te­ri­um habe die För­der­zu­sa­ge für sie­ben neue Plät­ze erteilt, die drei Jah­re lang – von 2021 bis 2024 – vom Land bezu­schusst werden.

Erfreu­li­cher­wei­se hät­ten sechs Kita-Trä­ger im Rhein­gau-Tau­nus Anträ­ge für die neue För­der­run­de im Lan­des­pro­gramm „Pra­xis­in­te­grier­te ver­gü­te­te Aus­bil­dung zur Erzieherin/zum Erzie­her (PivA)“ gestellt. „Alle sind posi­tiv beschie­den wor­den“, so die Abge­ord­ne­te. Die Gemein­de Hün­stet­ten wur­de mit zwei Plät­zen auf­ge­nom­men. Die För­de­rung für jeweils einen Aus­bil­dungs­platz wur­de den Städ­ten Elt­vil­le, Idstein und Oestrich-Win­kel und den bei­den katho­li­schen Rhein­gau­er Pfar­rei­en St. Peter und Paul sowie Hei­lig Kreuz bewilligt.

„Die sie­ben jun­gen Men­schen haben mit dem Start des neu­en Kin­der­gar­ten­jah­res Anfang August die Aus­bil­dung in die­ser alter­na­ti­ven Form auf­ge­nom­men. Sie sind im Unter­schied zur übli­chen voll­schu­li­schen Aus­bil­dung vom ers­ten Tag an in der Kita und erhal­ten eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung“, erklär­te die CDU-Poli­ti­ke­rin. Die Pra­xis wer­de mit dem Unter­richt an einer Fach­schu­le kombiniert.

Die vier Rhein­gau­er Azu­bis absol­vie­ren den schu­li­schen Teil der Aus­bil­dung in den Beruf­li­chen Schu­len in Gei­sen­heim, die Azu­bis aus Hün­stet­ten und Idstein in der Adolf-Reich­wein-Schu­le bzw. der Mari­en­schu­le in Limburg.

Eine Aus­bil­dung – zwei Lernorte

„Die pra­xis­in­te­grier­te, ver­gü­te­te Aus­bil­dung ist ein inno­va­ti­ves Modell, das sowohl für die Azu­bis wie die Trä­ger inter­es­sant ist. Die künf­ti­gen Erzie­he­rin­nen und Erzie­her ler­nen nicht nur in der Schu­le, son­dern auch an ihrem künf­ti­gen Arbeits­ort und erhal­ten dafür ein Ent­gelt. Die Ein­rich­tun­gen erhal­ten im Gegen­zug durch den Ein­satz der Azu­bis im Betreu­ungs­all­tag tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung“, erläu­ter­te Petra Müller-Klepper.

Es ent­ste­he eine Bin­dung an die aus­zu­bil­den­de Ein­rich­tung und den Trä­ger. „Dies ist eine Chan­ce, dass sie sich den Erzie­her­nach­wuchs pass­ge­nau aus­bil­den und sichern kön­nen.“ Vie­le Azu­bis wür­den nach der Prü­fung ein fes­ter Bestand­teil des Erzie­her­teams ihrer Aus­bil­dungs­stät­te, fass­te die Abge­ord­ne­te die Erkennt­nis­se aus den Modell­ver­su­chen zusam­men. Sie hat­te sich als Sozi­al-Staats­se­kre­tä­rin für die Erpro­bung der Idee stark gemacht und 2012 das hes­si­sche Pilot­pro­jekt in Hanau auf den Weg gebracht, wo die dua­le Aus­bil­dung mitt­ler­wei­le zum Regel­an­ge­bot gewor­den ist.

Akti­ve Nachwuchsförderung

Petra Mül­ler-Klep­per freut sich, dass das neue Modell im Rhein­gau-Tau­nus zuneh­mend auf Akzep­tanz stößt und Schritt für Schritt aus­ge­rollt wird. „Bei der ers­ten För­der­run­de hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr die Pfar­rei St. Peter und Paul und die Gemein­de Hün­stet­ten den Mut zur Vor­rei­ter­rol­le, indem sie jeweils zwei Aus­bil­dungs­plät­ze mit Lan­des­un­ter­stüt­zung ein­ge­rich­tet haben. Sie waren bei der zwei­ten Run­de wie­der mit Anträ­gen dabei. Dies zeigt: Das Modell erfüllt die Erwar­tun­gen. Aus einem Expe­ri­ment wird eine Erfolgsgeschichte.“ 

Die Abge­ord­ne­te dank­te den Kita-Trä­gern für die Bereit­schaft, den neu­en Weg zu erpro­ben, und ihren Bei­trag zur Bewäl­ti­gung des Fach­kraft­man­gels zu leis­ten. „Die Kita-Trä­ger stel­len sich der Ver­ant­wor­tung und betrei­ben akti­ve Nach­wuchs­för­de­rung. Sie bie­ten nicht mehr nur die Mög­lich­keit des Berufs­prak­ti­kums, son­dern schaf­fen Aus­bil­dungs­plät­ze und qua­li­fi­zie­ren selbst.“ Sie schloss in den Dank die AWO ein. Sie habe mit einem dua­li­sier­ten Aus­bil­dungs­platz in ihrer Kita „Marie Juch­acz“ in Idstein den aller­ers­ten Auf­schlag gemacht, der noch aus der Fach­kräf­te­of­fen­si­ve des Bun­des unter­stützt wor­den sei. „Nach­dem der Bund über­ra­schend aus der För­de­rung aus­ge­stie­gen ist, haben wir als Land 2020 ein eige­nes Pro­gramm aufgelegt.“

Die ers­te För­der­run­de des Lan­des­pro­gramms umfas­se 600 Aus­bil­dungs­plät­ze, bei denen nun das zwei­te Aus­bil­dungs­jahr lau­fe, die zwei­te, soeben gestar­te­te Run­de sogar 617 Plät­ze. Das Land bezu­schus­se jeden PivA-Platz über die drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dungs­zeit mit 37.440 Euro. „Für die ins­ge­samt elf Plät­ze im Rhein­gau-Tau­nus, die sich nun im Pro­gramm befin­den, bedeu­tet dies eine Gesamt­för­der­sum­me von 411.840 Euro“, so Petra Müller-Klepper.

Erfolg: Azu­bi-Zahl so hoch wie nie

Der Mit­tel­ein­satz füh­re zum Ziel. Das Pro­gramm tra­ge zu einem deut­li­chen Zuwachs in der Erzie­her­aus­bil­dung bei. „Aktu­ell befin­den sich in Hes­sen 8.655 Per­so­nen in der Aus­bil­dung – so vie­le wie noch nie. Die dua­li­sier­te Form ist ein Mit­tel, um mehr jun­ge Men­schen für die­sen wich­ti­gen und schö­nen Beruf zu begeis­tern und zu mehr Fach­kräf­ten zu kommen.“

Zudem habe es eine Anschub­wir­kung. Immer mehr Kita-Trä­ger böten die dua­le Aus­bil­dung auch unab­hän­gig vom Lan­des­pro­gramm an. „Unser Ziel ist es, dass die Trä­ger mit Hil­fe des Pro­gramms die neue Aus­bil­dungs­form ken­nen­ler­nen, Erfah­run­gen mit ihr machen, um sie dann künf­tig eigen­stän­dig als Instru­ment der Fach­kräf­te­ge­win­nung fort­zu­füh­ren“, beton­te Petra Mül­ler-Klep­per. „Ange­hen­de Erzie­he­rin­nen und Erzie­her sol­len in Hes­sen wäh­len kön­nen, wel­ches Aus­bil­dungs­mo­dell sie bevor­zu­gen – das schu­li­sche oder das duale.“

www.elektro-lind.de
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Blaulicht

Ver­kehrs­si­cher­heits­ak­ti­on „Kopf hoch. Das Han­dy kann warten“

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Seit 2017 unter­stützt der ADAC Hes­sen-Thü­rin­gen die Akti­on „Kopf hoch. Das Han­dy kann war­ten“ des Radio­sen­ders hr3, um dazu bei­zu­tra­gen, den Stra­ßen­ver­kehr siche­rer zu machen und auf die Gefah­ren durch Ablen­kung am Steu­er hinzuweisen.

Des­halb heißt es nicht nur im Pro­gramm bei hr3: „Kopf hoch!“. Die Bot­schaft wird auch durch Stadt- oder Lini­en­bus­se in Frank­furt, Offen­bach, Darm­stadt, Wies­ba­den, Ful­da und Kas­sel im Akti­ons­zeit­raum vom 1. bis 31. August trans­por­tiert, damit sie mög­lichst vie­le Men­schen in Hes­sen erreicht.

Schon eine Sekun­de Ablen­kung bedeu­tet vie­le Meter Blind­fahrt. Selbst wer nur für 2 Sekun­den für eine Whats­App oder SMS aufs Han­dy schaut, fährt bei einer Geschwin­dig­keit von 50 km/h rund 30 Meter blind. Exper­ten schät­zen, dass auf deut­schen Stra­ßen jeder zehn­te Unfall auf Ablen­kung zurück­zu­füh­ren ist. Und den­noch: Eine Alli­anz Ablen­kungs­stu­die zeigt, fast jeder zwei­te Auto­fah­rer nutzt sein Han­dy wäh­rend der Fahrt.

Die Fol­gen von Ablen­kung im Straßenverkehr

Ein Han­dy am Steu­er kann zu Fahr­feh­lern und Unfäl­len füh­ren. Beim Tele­fo­nie­ren, Schrei­ben und Lesen von Nach­rich­ten kön­nen Tempo‑, Blick- und Spur­ver­hal­ten deut­lich beein­träch­tigt sein. Das gilt für Auto- und Rad­fah­rer, aber auch für Fuß­gän­ger. „90 Pro­zent der Infor­ma­tio­nen im Stra­ßen­ver­kehr neh­men wir über die Augen wahr. 10 Pro­zent übers Gehör. Also gilt: Augen und Ohren auf und sich wäh­rend der Fahrt nicht vom Smart­pho­ne ablen­ken las­sen“, so Lau­ra Fer­fort, Pres­se­re­fe­ren­tin des ADAC Hes­sen-Thü­rin­gen. „Denn jeder, egal ob Auto‑, E‑S­coo­ter- oder Rad­fah­rer, der durch das Han­dy län­ge­re Zeit unkon­zen­triert ist, gefähr­det nicht nur sich selbst, son­dern auch alle ande­ren Verkehrsteilnehmer.“

Die Geset­zes­la­ge zur Han­dy­nut­zung am Steuer

Im Stra­ßen­ver­kehr ist das Tele­fo­nie­ren mit dem Han­dy am Ohr ver­bo­ten. Das regelt der Para­graf 23 Absatz 1a der StVO (Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung). Seit der Ände­rung 2017 darf der Fah­rer auch sämt­li­che ande­re Funk­tio­nen von Mobil­te­le­fo­nen nicht ver­wen­den. Also kei­ne Nach­rich­ten schrei­ben oder lesen, Anru­fe ableh­nen oder ein­fach nur auf dem Dis­play nach der Uhr­zeit schau­en. Das gilt für alle elek­tro­ni­schen Gerä­te, die der Kom­mu­ni­ka­ti­on, Infor­ma­ti­on oder Orga­ni­sa­ti­on die­nen z.B. Tablets, E‑Books, Navi­ga­ti­ons­ge­rä­te oder i‑Pods.

Buß­gel­der bei Ver­stoß gegen das Handyverbot

  • 100 Euro und 1 Punkt in Flens­burg beim Füh­ren eines Kraftfahrzeugs
  • 150 Euro, 2 Punk­te in Flens­burg und 1 Monat Fahr­ver­bot beim Füh­ren eines Kraft­fahr­zeugs mit Gefährdung
  • 55 Euro für Rad- und Pedel­ec-Fah­rer bis zu 25 km/h

Für Elek­tro­kleinst­fahr­zeu­ge wie E‑Scooter und S‑Pedelecs oder E‑Bikes bis zu 45 km/h gel­ten bei Ver­stoß gegen das Han­dy­ver­bot die Buß­gel­der wie für Kraftfahrzeuge.

Für Fuß­gän­ger, die im Stra­ßen­ver­kehr das Han­dy nut­zen, gibt es gesetz­lich kein Ver­bot, aber auch hier soll­te die gan­ze Auf­merk­sam­keit dem Stra­ßen­ver­kehr gel­ten, gera­de wenn sie Ampeln, Stra­ßen oder Kreu­zun­gen überqueren.

Das ist wäh­rend der Fahrt erlaubt

Um bei­spiels­wei­se die Navi-Funk­ti­on am Han­dy nut­zen zu dür­fen, muss es im Auto außer­halb des Sicht­fel­des fest in einer Hal­te­rung ange­bracht wer­den. „Meist eig­nen sich die Mit­tel­kon­so­le an den Lüf­tungs­schlit­zen, die Arma­tu­ren oder die Wind­schutz­schei­be. Beim Fahr­rad am bes­ten in der Mit­te des Len­kers, damit das Han­dy nicht beim Brem­sen stört“, sagt Lau­ra Ferfort.

Smart­pho­ne und Co. dür­fen nur benutzt wer­den, wenn sie weder auf­ge­nom­men noch gehal­ten wer­den müs­sen – sie sich also nicht in der Hand, son­dern in einer Hal­te­rung befin­den. Sie müs­sen über eine Sprach­steue­rung oder Vor­le­se­funk­ti­on ver­fü­gen oder der Fah­rer darf nur kurz auf das Gerät hin- und vom Ver­kehrs­ge­sche­hen weg­bli­cken soweit es die Straßen‑, Verkehrs‑, Sicht- und Wet­ter­ver­hält­nis­se erlau­ben. Was „kurz“ bedeu­tet, dazu macht der Gesetz­ge­ber kei­ne Anga­ben. Das müs­sen lang­fris­ti­ge Gerich­te für den Ein­zel­fall bestimmen.

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