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Verkehr

Fahr­plan­än­de­rung im RTK ent­zerrt Schülerverkehr

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Ver­kehrs­de­zer­nent Döring: Die Ände­run­gen seit Anfang Novem­ber zei­gen Wirkung

Die Rhein­gau-Tau­nus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft (RTV) hat in den letz­ten Wochen zahl­rei­che Maß­nah­men durch­ge­führt, um die Lage im ÖPNV ins­be­son­de­re im Schü­ler­ver­kehr zu ver­bes­sern. „Die RTV stand und steht in engem Aus­tausch mit den Schu­len und dem Schul­amt der Kreis­ver­wal­tung und konn­te dar­auf­hin Ver­bes­se­run­gen durch­füh­ren, die sich nun als hilf­reich erwie­sen haben,“ berich­tet der Ver­kehrs­de­zer­nent des Rhein­gau-Tau­nus-Krei­ses Gün­ter F. Döring. Es gäbe kaum noch Kri­tik und es herr­sche weni­ger Gedrän­ge in den Bus­sen. Ent­spre­chend der Anord­nung des hes­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums, den Schul­be­ginn und das –ende zu ent­zer­ren, habe die RTV direkt mit der Umset­zung der Fahr­pla­ner­wei­te­rung begon­nen und die­se schnell umgesetzt.

„Neben dem zusätz­li­chen Ein­satz von Rei­se­bus­sen haben wir an ver­schie­de­nen Stell­schrau­ben des Fahr­plans gedreht: Abfahrts­zei­ten wur­den geän­dert, neue Fahr­ten hin­zu­ge­fügt und ent­spre­chend an die Wech­sel­schicht­mo­del­le des Schul­be­ginns ange­passt“, zieht auch RTV-Geschäfts­füh­rer Tho­mas Brun­ke eine posi­ti­ve Bilanz. Soll­te es im wei­te­ren Ver­lauf uner­war­tet zu erneu­ten Eng­päs­sen kom­men, sei­en die Schu­len und Kreis­schul­amt gefragt, inwie­fern bei den Schul­zei­ten erneut nach­ge­bes­sert wer­den kön­ne. „Die RTV ist in der Lage, kurz­fris­tig zu reagie­ren“, berich­tet Geschäfts­füh­rer Tho­mas Brun­ke abschließend.

Die Rhein­gau-Tau­nus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft mbH (RTV) ist der ser­vice­ori­en­tier­te Mobi­li­täts­dienst­leis­ter im Rhein­gau-Tau­nus-Kreis. Das Unter­neh­men ver­fügt über kei­ne eige­nen Bus­se oder Bah­nen, son­dern fun­giert als Bestel­le­rin und Steue­rungs­zen­tra­le für die loka­len Ver­kehrs­leis­tun­gen im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) mit aktu­ell 137 Fahr­zeu­gen beauf­trag­ter Ver­kehrs­un­ter­neh­men. Als Teil der Ver­bund­fa­mi­lie des Rhein-Main-Ver­kehrs­ver­bun­des (RMV) wirkt die RTV zudem an des­sen regio­na­lem Bus- und Bahn­an­ge­bot mit, als Gesell­schaf­te­rin der City­Bahn GmbH ist sie Teil des größ­ten Infra­struk­tur­pro­jek­tes in der Regi­on Rhein­gau-Tau­nus-Wies­ba­den-Mainz. Die RTV ist eine 100%ige Toch­ter­ge­sell­schaft des Rhein­gau-Tau­nus-Krei­ses. Die loka­le Nah­ver­kehrs­or­ga­ni­sa­ti­on (LNO) mit Sitz in Tau­nus­stein fei­ert die­ses Jahr ihr 25-jäh­ri­ges Bestehen.

Lokal

Moder­ner ÖPNV in Idstein

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Zen­tra­les Ele­ment zur Ent­las­tung der Umwelt ist ein star­ker ÖPNV. Aller­dings ist das Nah­ver­kehrs­an­ge­bot in Idstein und die Ein­bin­dung der Stadt­tei­le heu­te noch  durch die his­to­ri­sche Ent­wick­lung der klas­si­schen Bus­an­ge­bo­te in der Flä­che geprägt, die sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten an der Sicher­stel­lung eines funk­tio­nie­ren­den Schü­ler­ver­kehrs aus­ge­rich­tet haben und damit das Rück­grat des Net­zes bil­den. Dies hat natür­lich zur Fol­ge, dass für alle ande­ren Bedürf­nis­se, wie z.B. Ein­kau­fen, Auf­su­chen der öffent­li­chen Dienst­leis­ter wie Rat­haus, Kli­nik, Gericht, Schwimm­bad usw., kein attrak­ti­ves Ange­bot vor­ge­hal­ten wird. Nicht zuletzt des­halb sto­ßen in die­se Lücke auch Kon­zep­te wie z.B.  Bür­ger­bus­se, die letzt­lich das Ehren­amts­prin­zip  über­for­dern und  bestehen­de Lini­en gefähr­den können.

„Die Idstei­ner CDU tritt des­halb für eine Moder­ni­sie­rung des ÖPNV-Ange­bo­tes vor allem im Ver­hält­nis Kern­stadt und Stadt­tei­le ein und for­dert mehr Fle­xi­bi­li­tät.“ Führt der Ver­kehrs­ex­per­te und Kan­di­dat der CDU Peter Nie­re aus. Die Ein­bin­dung der Stadt­tei­le soll daher mit soge­nann­ten bedarfs­ge­rech­te­ren Ange­bo­ten  (On-Demand-Ver­keh­re) ergänzt wer­den. Die anste­hen­de  Neu­fas­sung des Nah­ver­kehrs­pla­nes für Idstein und den Rhein­gau-Tau­nus  Kreis sol­le dafür die Grund­la­gen schaf­fen. Der RMV, der den Start eines Ange­bo­tes in Koope­ra­ti­on der Deut­schen Bahn AG ange­kün­digt hat, plant per App oder Tele­fon die Fahr­gäs­te fle­xi­bel und ohne fes­ten Fahr­plan ans Ziel zu brin­gen oder auch  Sam­mel­ta­xis ein­zu­set­zen, die den Fahr­gast an den nächs­ten ÖPNV-Anschluss brin­gen. Dies soll­te nach Auf­fas­sung der CDU auch für Idstein geprüft wer­den. Eine wei­te­re Mög­lich­keit sind die soge­nann­ten „gebün­del­te Bedarfs­ver­keh­re“, die noch in die­sem Jahr vom Bund erlaubt wer­den sol­len. Peter Zim­mer, Vor­stands­mit­glied und Kan­di­dat der CDU meint: „dies soll­te auf­merk­sam beob­ach­tet und  in Betracht gezo­gen wer­den. Idstein soll­te dabei auch das vom Bund auf­ge­leg­te För­der­pro­gramm des Bun­des prü­fen, wonach Kom­mu­nen zum Bei­spiel eine Takt­ver­dich­tung, neue Tarif­mo­del­le, On-Demand-Diens­te oder intel­li­gen­te Apps mit Echt­zeit­da­ten aus­pro­bie­ren kön­nen“. 250 Mio € ste­hen dafür in den nächs­ten Jah­ren zur Ver­fü­gung. Refe­renz­pro­jek­te gibt es in unmit­tel­ba­rer Nähe, wie z.B. in Hof­heim, Rüs­sels­heim, Wies­ba­den  oder Mainz. CDU-Vor­sit­zen­der Mathi­as Nipp­gen-van Dijk schleißt ab: „Soll der ÖPNV lang­fris­tig funk­tio­nie­ren müss­te dem mit fle­xi­ble­ren Ange­bots­for­men „on demand“ gefolgt wer­den, denn damit kön­nen zugleich geziel­te­re und damit attrak­ti­ve­re und  kos­ten­güns­ti­ge­re sowie umwelt­ge­rech­te­re Ange­bo­te dem Bür­ger den Wech­sel vom Auto erleichtern.“

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Verkehr

Land­kreis bean­tragt finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Fährbetriebe

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Der Rhein­gau-Tau­nus-Kreis hat beim hes­si­schen Finanz­mi­nis­te­ri­um eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für die drei Fähr­be­trie­be im Rhein­gau aus dem Coro­na-Lan­des­aus­gleichs­stock bean­tragt, teilt Land­rat Frank Kili­an mit.

Es geht dabei um einen Bei­trag von zir­ka 66.000 Euro. Die Anträ­ge der drei Fähr­be­trei­ber Rhein­fäh­re Maul GmbH für die Fäh­re Oestrich-Win­kel – Ingel­heim, der Bin­gen-Rüdes­hei­mer Fähr- und Schiff­fahrt­ge­sell­schaft eG für die Ver­bin­dung zwi­schen Bin­gen und Rüdes­heim am Rhein und den Fähr­be­trieb Schnaas GmbH in Lorch hat die Stabs­stel­le Kreis­ent­wick­lung und Wirt­schafts­för­de­rung des Rhein­gau-Tau­nus-Krei­ses mit den auf­ge­lis­te­ten Betriebs­stun­den für die Mona­te Dezem­ber 2020 und Janu­ar 2021 nun an das Finanz­mi­nis­te­ri­um weitergeleitet.

Bereits wäh­rend des Coro­na-Lock­downs im April und Mai 2020 gab es eine finan­zi­el­le För­de­rung, um den Bestand der Betrie­be und deren Fähr­leis­tun­gen — ins­be­son­de­re hin­sicht­lich des Trans­por­tes sys­tem­re­le­van­ter Per­so­nen — sicher­zu­stel­len. „Eine ver­gleich­ba­re Lösung stre­ben wir nun erneut an“, so Land­rat Kili­an. Der Rhein­gau-Tau­nus-Kreis könn­te die Fähr­be­trie­be erneut mit 25 Euro je tat­säch­lich geleis­te­ter Betriebs­stun­de für die Mona­te Dezem­ber 2020 und Janu­ar 2021 unter­stüt­zen. Kili­an: „Damit för­dern wir die Fähr­be­trie­be, die in den ver­gan­ge­nen Mona­ten trotz des erneu­ten Coro­na-Teil-Lock­downs die drei Ver­bin­dun­gen über den Rhein sicher­stell­ten. Die Men­schen, die auf hes­si­scher Sei­te arbei­ten, wie bei­spiels­wei­se Kran­ken­haus-Per­so­nal, aber auch Poli­zei­be­am­te, jedoch auf rhein­hes­si­scher Sei­ten leben, konn­ten so schnell und unkom­pli­ziert an ihren Arbeits­platz gelan­gen.“ Wird der Antrag vom Land Hes­sen geneh­migt, könn­te die Refi­nan­zie­rung des Krei­ses dann erneut durch das Land in vol­lem Umfang erfolgen.

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