Corona

Vor­ge­hen bei posi­ti­vem Corona-Test

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Land­rat Frank Kili­an ver­weist auf Ver­hal­tens­re­geln / Gro­ße Anzahl an Anfra­gen von besorg­ten Bürgern

„Gera­de nach den neu­en All­ge­mein­ver­ord­nun­gen des Lan­des Hes­sen zur Ein­däm­mung der SARS-CoV-2-Pan­de­mie, die seit 2. Novem­ber 2020 gel­ten, erhal­ten das Kreis-Gesund­heits­amt wie die Kreis­ver­wal­tung eine rie­si­ge Anzahl von Anfra­gen besorg­ter Bür­ger über das Bür­ger­te­le­fon oder den Face­book-Account des Krei­ses, wie sich Neu­in­fi­zier­te in der Zeit der Qua­ran­tä­ne ver­hal­ten sol­len“, berich­tet Frank Kili­an, Land­rat des Rhein­gau-Tau­nus-Krei­ses. Dabei wie­der­holt sich eine Fra­ge immer wie­der: Wenn der gesam­te Haus­halt unter Qua­ran­tä­ne steht, wie kön­nen dann Ein­käu­fe gere­gelt wer­den. Dazu hat die hes­si­sche Lan­des­re­gie­rung Hin­wei­se auf der Home­page www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen.de aufgeführt.

Per­so­nen, die ein posi­ti­ves Ergeb­nis eines PCR-Tests auf SARS-CoV‑2 erhal­ten haben, müs­sen sich auch ohne geson­der­te Anord­nung des Gesund­heits­am­tes sofort und ohne Umwe­ge nach Hau­se oder in eine ande­re geeig­ne­te Unter­kunft bege­ben. Dort müs­sen sie sich für 14 Tage abson­dern, das heißt stän­dig dort auf­hal­ten, Kon­takt zu ande­ren Per­so­nen auch im Haus­halt mög­lichst ver­mei­den und kei­nen Besuch emp­fan­gen. „Wei­ter gilt, dass das jeweils zustän­di­ge Gesund­heits­amt infor­miert wer­den muss“, lau­te­te eine wei­te­re Vor­ga­be. Auch Kon­takt­per­so­nen und der Arbeit­ge­ber oder Dienst­herr muss über den Erhalt eines posi­ti­ven Test­ergeb­nis­ses in Kennt­nis gesetzt wer­den. Wer inner­halb der fol­gen­den 14 Tage nach Erhalt des Test­ergeb­nis­ses typi­sche Sym­pto­me einer SARS-CoV‑2 Infek­ti­on bemerkt (Fie­ber, tro­cke­ner Hus­ten, Ver­lust des Geruchs-und Geschmacks­sinns, etc.), mel­det dies umge­hend dem zustän­di­gen Gesundheitsamt.

Wie ver­hält man sich rich­tig, wenn im gemein­sa­men Haus­halt noch ande­re Per­so­nen woh­nen, die auch unter die Qua­ran­tä­ne-Bestim­mun­gen fal­len? Was pas­siert in einer sol­chen Situa­ti­on etwa mit einem Ehe­paar, das kei­ne wei­te­ren Fami­li­en­mit­glie­der bzw. Freun­de hat, die Ein­käu­fe von Lebens­mit­telns erle­di­gen kann. „Im Früh­som­mer boten vie­le Super­märk­te bestimm­te Ser­vice­leis­tun­gen an und es gab Nach­bar­schafts­hil­fen in Kom­mu­nen“, erwähnt Land­rat Kili­an. Wer nach­weis­lich mit SARS-CoV‑2 infi­ziert ist, für den und für alle Per­so­nen, die mit Ihnen im glei­chen Haus­halt leben, gel­ten die oben beschrie­be­ne Absonderungsregelung.

Für drin­gen­de und unauf­schieb­ba­re Erle­di­gun­gen, ins­be­son­de­re Ein­käu­fe von Lebens­mit­teln, Bank­ge­schäf­te, Ver­sor­gung von Haus­tie­ren oder Arzt­be­su­che, dür­fen die­se Per­so­nen, die kein posi­ti­ves Test­ergeb­nis haben, aber wei­ter die Woh­nung ver­las­sen. Tref­fen mit ande­ren Per­so­nen sind nicht erlaubt. Land wie Kreis emp­feh­len, dass die not­wen­di­gen Erle­di­gun­gen — wenn mög­lich von Freun­den, Ver­wand­ten oder Bekann­ten — über­nom­men wer­den. Das Kreis- Gesund­heits­amt kann auf Antrag bei Vor­lie­gen wich­ti­ger Grün­de Per­so­nen von der Abson­de­rungs­pflicht befrei­en oder Auf­la­gen anordnen.

Das Gesund­heits­amt wird mit dem Infi­zier­ten und den Per­so­nen des Haus­stan­des in Kon­takt tre­ten. Wer­den die­se als Kon­takt­per­son ers­ten Gra­des ein­ge­stuft (was sehr wahr­schein­lich ist), haben die­se ein Anrecht auf eine kos­ten­lo­se PCR-Tes­tung. Land­rat Kili­an: „Wir emp­feh­len auch im Zusam­men­le­ben im eige­nen Haus­stand zum gegen­sei­ti­gen Schutz das Ein­hal­ten der Hygie­ne­re­geln. Regel­mä­ßi­ges Hän­de­wa­schen, das Nie­sen in die Arm­beu­ge sowie das Abstand­hal­ten (bspw. Essen zu unter­schied­li­chen Zei­ten oder das Auf­hal­ten der Kon­takt­per­son in einem ande­ren Raum) ver­rin­gern das Risi­ko einer Über­tra­gung. Wir sind uns bewusst, dass gera­de letz­te­res prak­tisch schwie­rig umsetz­bar ist. Es bedarf einer indi­vi­du­el­len Ent­schei­dung je nach Situa­ti­on und Haus­stand.“ Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Ein­stu­fung von Kon­takt­per­so­nen und des Kon­takt­ma­nage­ments des RKI fin­den Inter­es­sier­te unter www.rki.de.

Auf­grund des hohen Infek­ti­ons­ge­sche­hen kann es sein, dass „die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen des Kreis- Gesund­heits­am­tes nur schwer zu errei­chen sind oder sich zeit­ver­zö­gert bei den Coro­na-Infi­zier­ten mel­den“.  Trotz­dem ist zu beach­ten: „Wer durch einen PCR-Test nach­weis­lich posi­tiv getes­tet wur­de, muss (und die Per­so­nen, die mit Ihnen in einem gemein­sa­men Haus­halt leben) sich abson­dern. Ein Merk­blatt des RKI zu den Qua­ran­tä­ne-und Abstands­re­geln fin­den Inter­es­sier­te hier:
www.rki.de

Durch­aus denk­bar ist momen­tan auch, dass eine Per­son im glei­chen Haus­halt mit einer posi­tiv getes­te­ten Per­son lebt, selbst aber nega­tiv getes­tet wur­de. Muss der­je­ni­ge dann trotz­dem eine 14-tägi­ge Qua­ran­tä­ne absol­vie­ren? Ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis eines PCR-Test befreit nicht umge­hend von den Qua­ran­tä­ne-Bestim­mun­gen. Da das Infek­ti­ons­ri­si­ko im Zusam­men­le­ben mit einer infi­zier­ten Per­son bis zu 14 Tagen bestehen bleibt und die Abstands­re­gel im gemein­sa­men Haus­halt nur schwer umzu­set­zen ist, bleibt die Qua­ran­tä­ne-Rege­lung auch für Kon­takt­per­so­nen mit nega­ti­vem Test­ergeb­nis wei­ter­be­stehen. Die Bewer­tung des Gesund­heits­amts rich­tet sich (zusätz­lich zum Test­ergeb­nis) nach den mög­lich­wei­se auf­tre­ten­den, typi­schen Sym­pto­men einer SARS-CoV‑2 Infek­ti­on und den jewei­li­gen Kon­takt­si­tua­tio­nen im gemein­sa­men Haus­halt. Wei­te­re wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.hessen.de/fuer-buerger/aktuelle-informationen-zu-corona-hessen. „Da Ver­ord­nungs­tex­te von der hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung noch ange­pass­te wer­den, wer­den dort die neu­es­ten Ände­run­gen am schnells­ten ver­öf­fent­licht“, so der Landrat.

Corona

5,379 Mil­lio­nen Euro für Betrie­be im Rheingau-Taunus

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Das Land star­tet die zwei­te För­der­run­de des Coro­na-Hilfs­pro­gramms „Hes­sen-Mikro­li­qui­di­tät“. Hier­auf wei­sen die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Petra Mül­ler-Klep­per und Peter Beuth die Betrie­be und Solo­selb­stän­di­gen im Rhein­gau-Tau­nus hin.

„Par­al­lel zu den Bun­des­pro­gram­men setzt das Land die­ses Hilfs­an­ge­bot bis Ende Juni fort. Ab sofort kön­nen wie­der Anträ­ge gestellt wer­den. Es ste­hen 150 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung“, teil­ten die CDU-Poli­ti­ker mit. „Das Pro­gramm bie­tet güns­ti­ge Kon­di­tio­nen. Es schafft klei­nen Betrie­ben und Solo­selb­stän­di­gen unbü­ro­kra­tisch und schnell zusätz­li­che Liqui­di­tät, um die schwie­ri­ge Zeit zu überstehen.“

Gro­ße Nachfrage

Das Dar­le­hens­pro­gramm sei im letz­ten Jahr neu auf­ge­legt wor­den und bis 31. Dezem­ber 2020 befris­tet wor­den – als Über­le­bens­hil­fe für Unter­neh­men in der Coro­na-Kri­se und zur Siche­rung der Arbeits­plät­ze. Es sei auf gro­ße Nach­fra­ge gesto­ßen, wes­halb nun eine Neu­auf­la­ge erfol­ge. „‘Hes­sen-Mikro­li­qui­di­tät‘ ist ein unkom­pli­zier­ter Direkt­kre­dit, der sich als fle­xi­bles und erfolg­rei­ches Instru­ment erwie­sen hat. Auch im Rhein­gau-Tau­nus ist die Hil­fe ange­kom­men. Bis zum Jah­res­en­de 2020 sind 5,379 Mil­lio­nen Euro an 186 Unter­neh­men im Kreis­ge­biet geflos­sen“, so die Abge­ord­ne­ten. Lan­des­weit sei­en 216,1 Mil­lio­nen Euro an 7.351 Betrie­be aus­ge­zahlt worden.

Über­wie­gend habe es sich um Klein­be­trie­be gehan­delt. 73 Pro­zent der unter­stütz­ten Betrie­be hät­ten bis zu vier Mit­ar­bei­ten­de. Rund 46 Pro­zent der Antrag­stel­ler sei­en aus den drei Bran­chen Gas­tro­no­mie, Ein­zel­han­del und Erbrin­gung von sons­ti­gen über­wie­gend per­sön­li­chen Dienst­leis­tun­gen (z.B. Fri­sö­re) gekom­men. Dies zei­ge, dass das Pro­gramm die Ziel­grup­pe errei­che, näm­lich die Kleinst­un­ter­neh­men und Solo-Selbständigen.

Hes­sen-Mikro­li­qui­di­tät stellt Unter­neh­men mit maxi­mal 50 Beschäf­tig­ten Dar­le­hen von 3.000 Euro bis zur Höchst­sum­me von 35.000 Euro zu einem Zins­satz von 0,75 Pro­zent zur Ver­fü­gung — ohne wei­te­re Gebüh­ren oder Kos­ten. Es sind zudem kei­ne bank­üb­li­chen Sicher­hei­ten nötig. Finan­ziert wer­den kön­nen Betriebs­mit­tel, auch Mie­ten, Löh­ne, Zin­sen, Tilgungen.

Die Lauf­zeit der För­der­dar­le­hen beträgt 7 Jah­re bei 2 til­gungs­frei­en Jah­ren. Bei Bedarf kann der Kre­dit zum Teil in einen ver­lo­re­nen Zuschuss umge­wan­delt wer­den. Es kann ein Ver­zicht auf Rück­zah­lung von Teil­be­trä­gen von bis zu 50 Pro­zent des Dar­le­hens aus­ge­spro­chen wer­den. Vor­aus­set­zung ist, dass die Kre­dit­neh­men­den durch Vor­la­ge ihrer Steu­er­be­schei­de für die Jah­re 2020/2021 und ande­rer geeig­ne­ter Unter­la­gen Geschäfts­un­ter­bre­chun­gen und Umsatz­aus­fäl­le von nicht gerin­ger Höhe und Dau­er nach­wei­sen, dass die­se sich aus der Coro­na-Kri­se zwin­gend erge­ben haben und die wirt­schaft­li­che Situa­ti­on der Kre­dit­neh­men­den einen ent­spre­chen­den Ver­zicht erfordert.

IHK und Hand­werks­kam­mer beraten

Vor der Antrag­stel­lung bei der Wirt­schafts- und Infra­struk­tur­bank Hes­sen (WIBank), die über ein Online-Por­tal erfolgt, soll ein Bera­tungs­kon­takt mit einem Koope­ra­ti­ons­part­ner zur Ein­schät­zung der wirt­schaft­li­chen Trag­fä­hig­keit des Gewerbes/der frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit vor und nach Über­win­dung der Kri­se statt­ge­fun­den haben. Als Ansprech­part­ner für die Betrie­be im Rhein­gau-Tau­nus ste­hen die IHK Wies­ba­den und die Hand­werks­kam­mer Wies­ba­den bereit. Die zwei­te För­der­run­de ist befris­tet bis zum 30. Juni 2021.

Um Liqui­di­täts­eng­päs­se abzu­fe­dern, sei­en den Unter­neh­men und Frei­be­ruf­lern in Hes­sen seit Beginn der Coro­na-Kri­se Unter­stüt­zung in Höhe von ins­ge­samt 8,2 Mil­li­ar­den Euro in Form von Zuschüs­sen, Dar­le­hen, Bürg­schaf­ten und steu­er­li­chen Erleich­te­run­gen zur Ver­fü­gung gestellt wor­den, so Mül­ler-Klep­per und Beuth. „Damit die Her­aus­for­de­run­gen und Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie bewäl­tigt wer­den, muss es auch künf­tig Hilfs­pro­gram­me für die Wirt­schaft, Kul­tur, das Ver­eins­we­sen und sozia­le Leben geben.“

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm „Hes­sen-Mikro­li­qui­di­tät“ unter: https://www.wibank.de/wibank/hessen-mikroliquiditaet/hessen-mikroliquiditaet-522074

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Corona

Drin­gen­der Ver­dacht auf bri­ti­sche Muta­ti­on des Corona-Virus

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Kin­der­gar­ten in Gei­sen­heim betrof­fen / Eltern sind informiert

In einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung infor­mie­ren das Gesund­heits­amt und die Hoch­schul­stadt Gei­sen­heim über die aktu­el­le Situa­ti­on. Es besteht der drin­gen­de Ver­dacht, dass in der Kin­der­ta­ges­stät­te „Knirp­sen­land“ in Gei­sen­heim die bri­ti­sche Coro­na-Virus-Muta­ti­on auf­ge­tre­ten ist und in den nächs­ten Tagen nach­ge­wie­sen wird. Betrof­fen ist ein Kind. „Die genaue Bestim­mung, ob es sich um die bri­ti­sche Muta­ti­on han­delt, wird der­zeit im Labor ana­ly­siert“, berich­tet die Lei­te­rin des Gesund­heits­amts des Krei­ses, Dr. Rena­te Wil­helm. Laut den der­zei­ti­gen Erkennt­nis­sen liegt ein posi­ti­ver Befund auf den bekann­ten Coro­na-Virus bei der Mut­ter vor. Der Vater soll auch die bri­ti­sche Muta­ti­on haben. Die Fami­lie befin­det sich in Qua­ran­tä­ne. Die Kita wird kom­plett geschlos­sen und alle Mit­ar­bei­ter und Kin­der wer­den am Mon­tag getestet.

Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Aßmann, wel­cher unmit­tel­bar vom Gesund­heits­amt in Kennt­nis gesetzt wur­de, sicher­te dem Rhein­gau-Tau­nus-Kreis die vol­le Unter­stüt­zung zu und lei­te­te mit sei­nem Kri­sen­stab bereits ers­te Maß­nah­men ein. „Wich­tig ist jetzt, die not­wen­di­gen Maß­nah­men des Gesund­heits­am­tes zu befol­gen und umzu­set­zen. Ich drü­cke allen Erzie­he­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, Eltern und Kin­dern die Dau­men und wün­sche der betrof­fe­nen Fami­lie alles Gute sowie eine bal­di­ge Gene­sung“, so Bür­ger­meis­ter Aßmann.

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