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Ver­bes­se­run­gen bei Erwerbs­min­de­rungs­ren­te schnellst­mög­lich einführen

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In einem gemein­sa­men Auf­ruf for­dert ein brei­tes Bünd­nis aus Sozi­al- und Wohl­fahrts­ver­bän­den und Gewerk­schaf­ten schnellst­mög­li­che Ver­bes­se­run­gen für Bestands-Erwerbs­min­de­rungs­rent­ne­rin­nen und ‑rent­ner. Erwerbs­ge­min­dert zu sein, ist eines der zen­tra­len Armuts­ri­si­ken in Deutsch­land. Rund 40 Pro­zent der Men­schen in Haus­hal­ten mit Erwerbs­min­de­rungs­ren­ten sind armutsgefährdet.

Das Bünd­nis, bestehend aus Sozi­al­ver­band Deutsch­land (SoVD), Sozi­al­ver­band VdK Deutsch­land, Pari­tä­ti­scher Gesamt­ver­band, Deut­scher Gewerk­schafts­bund (DGB), ver.di, IG Metall, Deut­scher Cari­tas­ver­band, Volks­so­li­da­ri­tät und Katho­li­sche Arbeit­neh­mer-Bewe­gung (KAB) Deutsch­lands, begrüßt es daher aus­drück­lich, dass die Bun­des­re­gie­rung die­se Unge­rech­tig­keit laut Koali­ti­ons­ver­trag besei­ti­gen und Ver­bes­se­run­gen bei den Erwerbs­min­de­rungs­ren­ten im Bestand umset­zen möch­te. Damit wird eine wich­ti­ge und lang­jäh­ri­ge For­de­rung der Sozi­al- und Wohl­fahrts­ver­bän­de und Gewerk­schaf­ten aufgegriffen.

Das Bünd­nis for­dert die Poli­tik auf, nun schnellst­mög­lich eine gesetz­li­che Rege­lung auf den Weg zu brin­gen, die für Erwerbs­min­de­rungs­rent­ne­rin­nen und ‑rent­ner im Bestand zu einer deut­li­chen Ver­bes­se­rung führt und damit eine Gleich­be­hand­lung mit den Neu­ren­ten sicherstellt.

Initia­to­ren des Bünd­nis­ses sind der Sozi­al­ver­band Deutsch­land (SoVD) und der Sozi­al­ver­band VdK Deutschland.

Vere­na Ben­te­le, Prä­si­den­tin des Sozi­al­ver­band VdK Deutsch­land, betont: “Vie­le frü­he­re Erwerbs­min­de­rungs­rent­ne­rin­nen und ‑rent­ner leben heut­zu­ta­ge in Armut. Sie müs­sen Abschlä­ge von bis zu 10,8 Pro­zent auf ihre Ren­te in Kauf neh­men. Zudem pro­fi­tie­ren sie nicht von den Ver­bes­se­run­gen bei der Zurech­nungs­zeit, die 2014 und 2019 erfolg­ten. Die­se erhal­ten jeweils nur neue Erwerbs­min­de­rungs­rent­ner. Das ist unge­recht und durch nichts zu rechtfertigen.”

SoVD-Prä­si­dent Adolf Bau­er ergänzt: “Wir brau­chen schnellst­mög­lich Ver­bes­se­run­gen auch für die frü­he­ren Erwerbs­min­de­rungs­rent­ner, wie im Koali­ti­ons­ver­trag beschlos­sen. Die­se Per­so­nen müs­sen einen Auf­schlag auf ihre Ren­te erhal­ten. Zudem müs­sen auch die­je­ni­gen davon pro­fi­tie­ren, die in der Zwi­schen­zeit eine Alters­ren­te oder Hin­ter­blie­be­nen­ren­te erhal­ten. Auch die­se Per­so­nen dür­fen nicht ver­ges­sen werden.”

Elek­tro Lind
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