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Entwurf und Aufstellungsbeschluss für „Aartalzentrum“ in Bleidenstadt
Der Taunussteiner Magistrat hat dem städtebaulichen Entwurf und dem Aufstellungsbeschluss für die Modernisierung und Neuausrichtung des wichtigen Versorgungszentrums „Aartalzentrum“ in Bleidenstadt zugestimmt. Der Investor plant, den Standort umfassend zu modernisieren und aufzuwerten. Mit dann insgesamt 70 barrierefreien Wohnungen, zwei Supermärkten sowie der Stärkung des Angebots für die medizinische Versorgung und Gastronomie sowie der Verlagerung der Parkplätze in eine großzügige Tiefgarage soll ein urbanes, lebendiges und großzügiges Zentrum in Bleidenstadt entstehen.
Mit dem deutlich erweiterten Wohnungsangebot, spielt das Thema Wohnen künftig eine größere Rolle, im auch zukünftig vielteiligen Nutzungsmix. Anteilig sollen außerdem geförderte Wohnungen entstehen, so dass zusätzlicher Wohnraum für jede Alters- und Einkommensstufe entsteht. Durch den Neubau und Modernisierung vorhandener Strukturen soll zudem der Standort für die Nahversorgung, das medizinische Angebot sowie das gastronomische Angebot gestärkt werden und ein lebendiges und modernes Zentrum für Bleidenstadt entstehen. Das Zentrum wurde in den 70er Jahren entwickelt und hat sowohl bei den Gebäuden als auch beim Außengelände umfassenden Modernisierungsbedarf.
„Mit dem vorliegenden Entwurf wird das Aartalzentrum nicht nur modernisiert, das Zentrum wird entsprechend seiner Bedeutung für Bleidenstadt und die Region aufgewertet und sowohl für Wohnen als auch für die medizinische Versorgung und die Nahversorgung ausgebaut“, so Bürgermeister Sandro Zehner. Die Öffnung hin zum Aartal sei eine gute Lösung, um Wegebeziehungen und Naherholung mit Wohnen, Einkaufen und Freizeitaktivitäten zu verbinden. „In dem neuen Aartalzentrum bringen wir das zusammen, was Taunusstein ausmacht: Ein gut erreichbares, vielfältiges Angebot an Einzelhandel und Gastronomie in unmittelbarer Laufweite ins Grüne“, sagt Zehner.
Kernsanierung Ärztehaus
Erhalten bleiben soll der östliche Gebäudekomplex, in dem unter anderem eine Apotheke, kleinere Geschäfte sowie die Stadtbücherei untergebracht sind. Das hier angeschlossene Ärztehochhaus soll kernsaniert und modernisiert werden. In einem ersten Neubau hinter dem bestehenden Gebäude soll ein neues und barrierefreies Ärztehaus entstehen, um Fachärzten in zentraler Lage attraktive Räumlichkeiten zu bieten. Alle anderen Gebäudeteile auf dem Gelände werden in verschiedenen Bauabschnitten abgerissen und auf einer neu zu errichtenden Tiefgarage gebaut.
„Wir sind sehr froh, dass das Areal im Herzen Bleidenstadts nach langen Jahren der Diskussion und der Suche nach Investoren jetzt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger entwickelt wird. Das bedeutet mittelfristig eine Aufwertung des gesamten Stadtteils für die Wohn- und Lebensqualität“, so Zehner.
Verlagerung der Parkplätze in Tiefgarage
Die weitgehende Verlagerung der Parkplätze in die neue Tiefgarage ermöglicht, das große Teile der heutigen versiegelten Parkplatzflächen entsiegelt und zukünftig als Grünflächen ökologisch aufgewertet wird. Es soll zudem ein platzartiger und begrünter Außenbereich mit ausreichend Raum für Außengastronomie zwischen den Gebäuden entstehen, der den Blick für das dahinterliegende FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) im Aartal freilässt. Eine breite Freitreppe wird das Areal mit dem Aartal verbinden.
Der von Hahn kommende Fuß- und Radweg wird, der östlichen und nördlichen Grundstücksgrenze folgend, an die kleine vorhandene Holzbrücke angeschlossen und über die Aar ins Tal geführt und schließt eine weitere Lücke im Taunussteiner Radwegenetz.
Start des Verfahrens nach Beschluss in Gremien
Die Investorengruppe BMR Immo GmbH & Co. KG hatte das Gelände 2017 erworben und nach Gesprächen mit den bestehenden Nutzern eine Neuaufstellung des Zentrums entwickelt. Die BMR ist eine gemeinsame Unternehmung der BSM Investorengruppe und der Reinhard Unternehmensgruppe und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich komplexer Immobilienentwicklungen.
Nach dem Beschluss im Magistrat, wird der Aufstellungsbeschluss jetzt in den politischen Gremien beraten und letztlich in der Stadtverordnetenversammlung entschieden. Der weitere Zeitplan für die nächsten Schritte hinsichtlich des Bebauungsplans und der Genehmigungen wird im Laufe des Jahres konkretisiert.