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CDU Idstein fordert Ladepunkte für Elektroautos an Straßenlaternen
Die Verkehrsexperten der Idsteiner CDU, Peter Niere und Peter Zimmer, regen eine Prüfung an, ob öffentliche Ladesäulen an Straßenlaternen grundsätzlich in Idstein machbar sowie umsetzbar sind und ob es geeignete Standorte in Idstein dafür gibt. Weiter ist von Interesse, ob es hierzu bereits beim zuständigen Stromversorger entsprechende Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit dieses Stromnetzes für diesen zusätzlichen Zweck gibt. Mit Blick auf andere Pilotprojekte bspw. in Berlin oder in der Schweiz möchte die CDU-Fraktion wissen, ob auch Idstein für ein solches Pilotprojekt in Frage kommen könnte und mit welchen straßenverkehrsrechtlichen Vorgaben.
Dazu sagt Peter Niere: „Wenn dies möglich ist, könnte das ein wirksamer Beitrag zum Aufbau von Ladeinfrastruktur sein und dem E‑Auto zusätzliche Attraktivität verleihen. Auch im ÖPNV könnte dies unterstützend wirken, wenn z.B. an Linienendpunkten so unkompliziert Aufladeangebote entstehen.“
Einige Jahre schon werde ein Umrüsten der Straßenbeleuchtung zur Ladestation für E‑Autos diskutiert. Bereits recht weit gediehene Pilotprojekte und praktische Anwendungen z.B. in Berlin oder Bern zeigten, dass dies keine so abwegige Idee ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Der Bestand an Elektroautos wächst beständig, ist aber nach wie vor ein Nischenprodukt trotz aller Fördermaßnahmen. Limitierender Faktor ist u.a. die Quantität und vor allem die Qualität der Ladeinfrastruktur, und das werde es auch noch eine Weile bleiben. Das öffentliche Ladesäulenangebot wachse zwar, ist und wird aber nie die Bequemlichkeit eines Tankvorganges an der Tankstelle erreichen, da bei allem technischen Fortschritt, der zeitliche Bedarf für einen Ladevorgang deutlich höher sein wird, als bei der klassischen Treibstoffbetankung. Wenn man länger unterwegs ist, kann man sicher mal eine Pause von 30 min oder länger machen, dies aber bei jedem Ladevorgang einzukalkulieren ist lästig und nicht attraktiv. Deshalb sollte die Möglichkeit des Aufladens so weit als möglich dann erfolgen, wenn das Auto ohnehin länger steht wie z.B. zu Hause am Wohnort oder am Arbeitsplatz, und zwar privat als auch gewerblich, auch z.B. bei längeren Einkäufen etc.. Technisch erscheine dies jedenfalls machbar. Dazu wurde bereits eine Steckdose entwickelt, mit der eine Laterne nachgerüstet werden kann. Der Anschluss ist einfach gehalten, über ein „SmartCable“ genannten Kabel werden die Abrechnungsvorgänge online erledigt.
Abschließend erläutert Peter Zimmer: „Zweifellos ist Parken auf Straßen mit Blick auf geeignete Standorte angesichts vielfacher Nutzungsansprüche (z.B. Ladezonen, Kurzparkabschnitte. ÖPNV-Haltestellen etc.) nicht überall möglich, aber eine intensive Prüfung könnte sich lohnen und zusätzliche Lademöglichkeiten für E‑Autos schaffen. Ein solches Projekt würde auch sehr gut zu dem Standort Idstein als Hochschulstadt passen und die Innovationskraft im Bereich Informatik und Technik stärken.“