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Schul­weg­trai­ning in den Ferien

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So üben Eltern mit ihren Kin­dern den Schulweg

Der gro­ße Tag für Fami­li­en rückt näher: Am 31. August ist in Hes­sen für vie­le Kin­der Ein­schu­lung. Zum neu­en Lebens­ab­schnitt gehört für die Erst­kläss­ler auch die Her­aus­for­de­rung dazu, den Stra­ßen­ver­kehr selbst­stän­dig zu meis­tern. Damit die Klei­nen sicher ankom­men, emp­fiehlt der ADAC, den künf­ti­gen Schul­weg recht­zei­tig vor Schul­be­ginn zu üben.

Tipps fürs Schulwegtraining

Fürs Trai­ning eig­nen sich am bes­ten die Som­mer­fe­ri­en. So kön­nen sich die Kin­der in Ruhe an die neue Situa­ti­on her­an­tas­ten. Der Schul­weg soll­te unter rea­len Bedin­gun­gen abge­lau­fen wer­den, also werk­tags mor­gens und mit­tags. Dabei soll­ten Eltern ihren Kin­dern mög­li­che Gefah­ren­punk­te wie Kreu­zun­gen und Stra­ßen­que­run­gen zei­gen und aus­führ­lich mit ihnen bespre­chen. Wenn Kin­der einen Teil oder den gesam­ten Weg mit dem Schul­bus oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zurück­le­gen, soll­ten Eltern auch die­se Wege vor­her mit dem Kind üben. „Nicht schnell, son­dern sicher ankom­men! Lie­ber einen klei­nen Umweg in Kauf neh­men, wenn dadurch Gefah­ren­stel­len umgan­gen wer­den kön­nen“, rät Ale­jan­dro Melus, Ver­kehrs­exper­te des ADAC Hes­sen-Thü­rin­gen. „Wich­tig ist auch, genug Zeit ein­zu­pla­nen, damit das Kind nicht in Stress gerät, weil es sich beei­len muss.“

Der Weg soll­te so oft gelau­fen wer­den, bis der Nach­wuchs die­sen sicher bewäl­ti­gen kann. Zur Kon­trol­le bie­tet sich ein Spiel an: Im Rol­len­tausch kön­nen die Kin­der ihren Eltern den Weg zei­gen und alles erklä­ren. Außer­dem ist es in den ers­ten Schul­wo­chen sinn­voll, das Kind zur Schu­le zu begleiten.

Die meis­ten Unfäl­le pas­sie­ren nach Infor­ma­tio­nen des ADAC beim Über­que­ren der Fahr­bahn, des­halb soll­te hier beson­ders sorg­sam geübt wer­den. Einer­seits fehlt Erst­kläss­lern auf­grund ihrer gerin­ge­ren Kör­per­grö­ße noch der nöti­ge Über­blick und ande­rer­seits wer­den sie von ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern leicht über­se­hen. Zudem kön­nen Kin­der Geschwin­dig­kei­ten der her­an­fah­ren­den Autos noch nicht rich­tig ein­schät­zen. Vor­sicht gilt auch an Bus­hal­te­stel­len. „Eltern soll­ten Kin­dern früh­zei­tig erklä­ren, nie­mals vor oder hin­ter einem hal­ten­den Bus über die Stra­ße zu lau­fen“, sagt Ale­jan­dro Melus. Hel­le Klei­dung, Reflek­to­ren oder eine Sicher­heits­wes­te erhö­hen die Sicht­bar­keit, beson­ders bei schlech­ten Sichtverhältnissen.

„Eltern­ta­xi“ ver­hin­dert Verkehrskompetenz

Der ADAC rät davon ab, Kin­der regel­mä­ßig mit dem Auto zur Schu­le zu brin­gen. Eltern­ta­xis füh­ren oft zu chao­ti­schen und unüber­sicht­li­chen Situa­tio­nen vor der Schu­le, in denen Kin­der erst recht gefähr­det sind. „Wich­tig ist es, dass Kin­der eigen­stän­di­ges Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr ler­nen“, so Ale­jan­dro Melus. „Im Eltern­ta­xi wür­den sie den Stra­ßen­ver­kehr nur als pas­si­ver Ver­kehrs­teil­neh­mer von der Rück­bank des elter­li­chen Autos erleben.“

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