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Tau­nus­stein: Mehr als zwei PKWs pro Haushalt

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RTV führt Umfra­ge im Rah­men des Pro­jekts On-Demand-Mobi­li­tät zu Mobi­li­täts­ver­hal­ten durch

Im Rah­men des Pro­jekts On-Demand-Mobi­li­tät in Tau­nus­stein hat die Rhein­gau-Tau­nus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft (RTV) im April und Mai die Tau­nus­stei­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu ihrem Mobi­li­täts­ver­hal­ten befragt. Die Umfra­ge hat inter­es­san­te Ergeb­nis­se zuta­ge geför­dert. An die­ser betei­lig­ten sich 322 Per­so­nen. Mehr als die Hälf­te der Befrag­ten gab an, zwei oder mehr PKW in ihrem Haus­halt zu besit­zen. „Die Autos wer­den aber an weni­ger als drei Tagen die Woche genutzt“, sag­te ein Vier­tel der Befragten.

„Die­ses Ergeb­nis sagt viel über die Bedeu­tung von Autos in unse­rer Gesell­schaft aus. Sie ste­hen für eine gewis­se Fle­xi­bi­li­tät“, schluss­fol­gert Gün­ter F. Döring, Ver­kehrs­de­zer­nent des Krei­ses. Umso wich­ti­ger ist es, dass im Bereich des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs (ÖPNV) inno­va­ti­ve Wege gegan­gen wer­den – wie bspw. mit EMIL, dem RTV On-Demand-Shut­tle für die Stadt Tau­nus­stein. Wenn die Befrag­ten mit dem Auto unter­wegs sind, dann „nervt“ sie am meis­ten die schwie­ri­ge Park­platz­su­che bei pri­va­ten Erle­di­gun­gen (49 Pro­zent) und die Staus bei der Fahrt zur Arbeit (46 Prozent).

Fie­len die­se Fak­to­ren weg, so wären 87 Pro­zent der Auto­be­sit­zer bereit, zum ÖPNV zu wech­seln. „Es ist uns wich­tig, den Fahr­gäs­ten ein Ange­bot zu machen, dass sie ger­ne nut­zen, weil es eine ech­te Alter­na­ti­ve zum Auto bie­tet. Das ist mit dem klas­si­schen ÖPNV in vie­len Fäl­len bereits mög­lich, jedoch kann die­ser natür­lich nicht so fle­xi­bel auf die Bedürf­nis­se Ein­zel­ner reagie­ren, da er für die Beför­de­rung von Mas­sen kon­zi­piert ist,“ so RTV-Geschäfts­füh­rer Tho­mas Brun­ke. Die Umfra­ge hat wei­ter erge­ben, dass den poten­ti­el­len Fahr­gäs­ten beim ÖPNV eine bes­se­re Tak­tung (41 Pro­zent), ein gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis (41 Pro­zent) und eine höhe­re Fle­xi­bi­li­tät (20 Pro­zent) den Umstieg auf den ÖPNV leich­ter machen würden.

Laut Döring trifft die Ein­füh­rung des neu­en Ser­vice augen­schein­lich den Nerv der Zeit: Der Ser­vice soll mehr Men­schen von der Nut­zung des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs über­zeu­gen, in dem er ein­fach, indi­vi­du­ell und äußerst fle­xi­bel ist. In den klei­nen Bus­sen haben bis zu sechs Fahr­gäs­te Platz, man kann sie via App oder Tele­fon nach ein­ma­li­ger Regis­trie­rung nut­zen. EMIL fährt ab August 2021 zu fol­gen­den Betriebs­zei­ten: Mon­tag bis Don­ners­tag von 05:30 Uhr – 22:30 Uhr, frei­tags von 05:30 Uhr bis 00:30 Uhr, sams­tags von 07:30 Uhr bis 00:30 Uhr und Sonn- und Fei­er­tag von 08:30 Uhr bis 22:30 Uhr. „Die Betriebs­zei­ten des Ser­vice sind gegen­über dem klas­si­schen ÖPNV deut­lich aus­ge­wei­tet und sowohl für Pendler*innen, als auch für Nacht­schwär­me­rin­nen und Nacht­schwär­mer am Wochen­en­de geeig­net. Kommt man spät­abends mit dem Lini­en­bus nur noch bis zum ZOB, kann EMIL die letz­ten Kilo­me­ter bis fast vor die Haus­tür über­neh­men,“ erläu­tert Brunke.

Die Rhein­gau-Tau­nus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft mbH (RTV) ist der ser­vice­ori­en­tier­te Mobi­li­täts­dienst­leis­ter im Rhein­gau-Tau­nus-Kreis. Das Unter­neh­men ver­fügt über kei­ne eige­nen Bus­se oder Bah­nen, son­dern fun­giert als Bestel­le­rin und Steue­rungs­zen­tra­le für die loka­len Ver­kehrs­leis­tun­gen im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) mit aktu­ell 145 Fahr­zeu­gen beauf­trag­ter Ver­kehrs­un­ter­neh­men. Als Teil der Ver­bund­fa­mi­lie des Rhein-Main-Ver­kehrs­ver­bun­des (RMV) ist die RTV eine 100%ige Toch­ter­ge­sell­schaft des Rheingau-Taunus-Kreises.

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